Sonntag, 6. Januar 2013

Algund 2 - Auf zwei Felsenwegen



Auf zwei Felsenwegen
Im Banne des Naturparks Texelgruppe



Oberhalb von Algund kann man herrliche Wanderungen auf 2 sogenannten Felsenwegen unternehmen, von denen einer ein Teil des Meraner Höhenweges ist. Dieser ist, soweit man dies bei einer solchen Unternehmung behaupten kann, „harmlos“ und auch dementsprechend bevölkert. Der zweite, unser Rückweg, ist als „nur für Schwindelfreie“ ausgewiesen, und das zu Recht. Dementsprechend allein ist man hier auch. Die Landschaft und die Blicke auf die schneebedeckten Bergriesen der Texelgruppe entschädigen aber für die Vorsicht, die man hier aufbringen muss.



Historische Liftanlagen
Bis Vellau könnte man auch mit dem Auto oder dem Bus auffahren, wir zogen es aber vor, den nostalgischen Einsersessellift zu benützen, der uns sicher hinauf brachte. Von dort aus geht es mit einem abenteuerlichen Korblift weiter, in dem man sich vorkommt wie ein Löwe im Käfig.




Von der Bergstation aus wandert man in wenigen Minuten zur Leiteralm; hier könnte man zum ersten Mal Hunger und Durst stillen. Nun befindet man sich auch bereits im Naturpark Texelgruppe. Hier quert auch der Meraner Höhenweg, der nach rechts als Hans-Frieden-Felsenweg weiter führt. Im folgten wir. Immer mit leichtem Auf und Ab und mit herrlichen Blicken ins Meraner Land, zum Ifinger mit Meran 2000 und zurück zu den schneebedeckten Riesen der Texelgruppe. Eidechsen huschten in Massen über den Weg, und wer schon immer mal wissen wollte, wo die Waalwege ihr Wasser her bekommen, der konnte sich die Bäche ansehen, die den Weg querten.



Hinab zur Einkehr, weiter „nur für Schwindelfreie“
Nach etwa einer Stunde kamen wir an den Jausenstationen Steinegg und Hochmuth vorbei. Beim Hochmuth geht auch der Vellauer Felsenweg ab. Er ist mit „Nur für Schwindelfreie“ markiert. Nicht zu Unrecht, denn links ging es senkrecht hinab. Er ist aber gut mit Stahlseilen gesichert, so dass bei etwas Vorsicht eigentlich nichts passieren kann. Die Warnung scheint aber zu wirken, denn im Gegensatz zum bevölkerten Hans-Frieden-Felsenweg begegneten wir hier kaum einem Menschen.



Auf einem mystischen Weg
Nach etwa einer Stunde erreichten wir Vellau, die Umsteigestation der beiden Bahnen, wieder. Man hätte nun mit dem Sessellift wieder hinab fahren können, wir hatten aber unser „Soll“ an Wanderung noch nicht erfüllt. So gingen wir auf dem Saxner Weg weiter. 




Er könnte als Mystikweg bezeichnet werden. Auch hier huschten als Boten der Vorzeit zahlreiche Eidechsen in ihre Verstecke, immer wieder wurde der Wald durch Aussichtspunkte unterbrochen. Sie boten einen herrlichen Blick in den Vinschgau und anderswo wären sie als Kraft- oder Glücksplätze ausgewiesen worden.

Dazu kommt man an einem der berühmten Südtiroler Schalensteinen vorbei - wobei wir die Schalen aber nicht gesehen haben - und schließlich findet man immer Steinmanderl aufgeschichtet. 

Seltsam waren aber die Steine, die schlank und schmal auf ihrer Spitze senkrecht auf anderen Steinen standen. Von Kinder- oder Künstlerhand, von Geisterhand - oder schlichtweg nur Dank Zweikomponentenkleber? Wir haben es nicht ausprobiert, die Sache sah uns zu fragil aus und wir wollten ja nichts zerstören.



Blick über Wein- und Obstplantagen ins Burgrafenamt
Nach dem Saxner Hof änderte sich der Landschaftseindruck. Nun ging es zwar auf einem Sträßchen, aber mit herrlichen Blicken über die Obstbaumplantagen und Weinberge, auf Kirchen, Dörfer und Schlösser und im Hintergrund immer die Bergwelt zurück nach Algund.


Insgesamt benötigt man für diese Tour etwa 4 Stunden, wobei im ersten Teil durch das Auf und Ab etwa 440 Höhenmeter zustande kommen.


Info:
Tourismusverein Algund, Hans-Gamper-Platz 3, I 39022 Algund, Telefon 0039 0473 448600, Fax 0039 0473 8917, www.algund.com, info@algund.com


Unterkunft:
Ruster Resort, Rosengartenstr. 1-3, I 39022 Algund, www.ruster.com, info@ruster.com

Telefon 0039 0473 222303, Fax 0039 0473 443250


Karten:
1:25000 Kompass Karte 053 Meran


1:25000 Tappeiner Karte Algund und Umgebung




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Weitere Bilder dieser herrlichen Tour sehen Sie hier:


Von Kindern, Künstlern oder Geistern?
Oder nur von Spaßvögeln mit
Zweikomponentenklebern festgeklebt?



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