Sonntag, 6. Januar 2013

Algund 13 - Brauerei Forst 2 - Bier und Verkostung


Brauerei Forst - zum Bier und zur Verkostung

Für ein gutes Bier sind vier Zutaten unentbehrlich: Malz aus bester Gerste, Wasser, Hopfen, der nicht nur die nötigen Bitterstoffe enthält, sondern auch entspannungsfördernd wirkt, und schließlich Hefe für die Gärung. Vier einfache, natürliche Bestandteile.
Bouquet, Geschmack und feinste Noten ergeben sich aus der für alle Biertypen unterschiedlichen Dosierung von Malz, Wasser, Hopfen und Hefe.
Die Gerste ist wie viele Getreidesorten reich an Mineralsalzen und Vitaminen der Gruppen B und E (Antioxidantien). Sie ist ein Getreide mit optimalen Sättigungseigenschaften und einem hohen Gehalt an löslichen Ballaststoffen, die die Aufnahme von Fett und Cholesterin im Organismus beeinflussen.
Die für die Herstellung von italienischem Bier verwendete Gerste stammt ungefähr zur Hälfte von Anbauflächen in Mittel- und Süditalien, der übrige Teil stammt aus Mitteleuropa (Belgien, Elsass, Deutschland, Polen, Tschechische Republik).
Für die Herstellung eines Bieres mit speziellen Eigenschaften werden auch in Italien zusätzlich andere Getreidesorten verwendet: Reis und Mais werden für die Herstellung sehr heller Biere verwendet, um die feinen Geschmacksnoten auszubauen; Weizen dient zum Verschneiden des Gerstenmalzes in Bieren mit Spontangärung und obergärigen Bieren.
Die Herstellung von Bier ist also über rund sieben Jahrtausende hinweg ein natürlicher Prozess geblieben. Die technologischen Verbesserungen haben im Laufe der Zeit lediglich zur besseren Steuerung der natürlichen chemischen und physikalischen Vorgänge beigetragen. Sie ermöglicht eine qualitative Kontinuität und Sicherheit und garantiert unter allen Bedingungen ein optimales Erzeugnis.
Bier ist ein Getränk mit geringem Alkoholgehalt, das bei mäßigem Genuss nicht zu einer Gewichtszunahme führt (Bier gehört nach dem Wasser zu den kalorienärmsten Getränken).
Es liefert dem Körper eine größere Menge Wasser als andere alkoholische Getränke, dazu Mineralien, Vitamine des B-Komplexes und wichtige Antioxidantien.

Brauerei Forst - Verkostung von Bier
Verkosten bedeutet, die Qualität eines Bieres im Hinblick auf die sinnliche Wahrnehmung zu beurteilen. Die drei Phasen sind dieselben klassischen Phasen jeder qualitätvollen Verkostung: Aussehen, Geruch und Geschmack.
Die visuelle Prüfung: Farbe, Klarheit und Schaum
Die Farbewird anhand einer international gültigen, in der Standard Reference Method (SRM) präzise festgelegten Intensitätsskala beschrieben.
Sie variiert je nach Art des Bieres und hängt von dem Röstgrad des Getreides ab. Die Palette ist groß und fein abgestimmt: von den stroh- bis goldgelben Lagerbieren bis hin zum strahlenden, teils von blassgrünen Reflexen durchzogenem Blond der Pilsener und gefilterten Kristallweizenbiere, bei denen das Malz kaum geröstet wird.
Ungefiltertes Hefeweizen hingegen ist leicht trübe und bernsteinfarben, helle Sorten können bis ins Goldene gehen.
Obergärige Bockbiere präsentieren sich aufgrund der besonderen Röstung bernsteinfarben mit rötlichen Tönen.
In einigen Pale Ales reicht die Bandbreite der Farbe bis hin zum Kupfer. Pale Ales umfassen eine enorme Bandbreite an Farben: von feinen Bernstein- und Orangetönen einiger englischer Ales bis hin zum Dunkelbraun besonderer Scotch-Ale-Sorten.
Mit einigen Trappisten-und Klosterbieren geht die Tendenz schließlich eindeutig ins Braune mit den typischen Farben des Doppelbocks und der dunklen Weizenbiere.
Den krönenden Abschluss auf der dunklen Skalenseite bilden die Stouts, einige Porterbiere und bestimmte italienische Doppelbocksorten mit ihrem tiefen Schwarz.
Die Klarheithängt von der Biersorte ab. So haben Pilsener Biere eine klare, mehr oder weniger intensive goldgelbe, leuchtende Farbe. Weizenbiere, Witbier (auch Bière Blanche genannt) hingegen werden von der noch im Bier enthaltenen Hefe eingetrübt.
Wichtig ist auch die Beobachtung des Schaums: zeigt er sich kaum im Glas ist er eher flüchtig, cremig oder kompakt?
Auch seine Farbe kann sehr variieren: Vom üblichen Weiß, über bernsteinfarben bis hin zum Braun bei Bieren mit stark geröstetem Malz.
Besondere Aufmerksamkeit gebührt der Porengröße des Schaums, seiner Bläschengröße und der Art, wie er am Glas haftet und dabei die in der Fachsprache als „Brüsseler Spitzen“bezeichneten Bogenmuster formt.
Die Geruchsprobe
Bei der Geruchsprobe werden die Aromen und komplexen, verlockenden Düfte eines Bieres beurteilt. Man spricht von hopfigem, fruchtigem, malzigem, würzigem oder blumigem Aroma.
Das Aroma kann intensiv, leicht oder zart und dabei besonders nachhaltig, nachhaltig oder flüchtig sein.
Es gibt besonders feine, feine, gewöhnliche und in seltenen Fällen auch derbe Düfte. Insgesamt sollte sich der Nase ein harmonischer, ausgewogener, breitgefächerter, angenehmer und bestimmter Duft präsentieren.
Bei Lagerbieren kann das Aroma angenehm und zugleich äußerst mild sein und sich schnell verflüchtigen. Das Aroma eines Pils‘ ist fein, bestimmt, anhaltend und hopfig. Bock- und Doppelbockbiere sind im Allgemeinen vollmundig und malzig. Fruchtige, frische Noten finden sich in Weizen- und Weißbieren, komplexe, zwischen Hopfen und Malz ausgewogene Aromen bestimmen die Ales. Das ist nur ein kleiner Auszug. Auf Basis von Aroma und Geschmack können so Zuordnungen getroffen werden: bekannte Düfte und Geschmäcker von Früchten, Blumen, Mineralien oder komplexeren Nahrungsmitteln werden in den Bouquets einzelner Biere entdeckt und mit seinen Aromen assoziiert.
Die Verkostung
Biere bieten ein überaus breit gefächertes Geschmackserlebnis, die Charakteristika sind abhängig von der Herstellungsart. Generell wird dem Bier ein mehr oder minder intensiver Bittergeschmack zugeordnet. Er stammt von der leicht bitteren, aromatischen Hopfenblüte. Die Bitterkeit kann auf der Skala der International Bitterness Unit (IBU) angegeben werden.
Nach subjektiver Beurteilung sind Pilsener Biere und Bitter Ales bitterer als andere Biere. In einigen deutschen Pils-Sorten ist der Hopfengeschmack so stark ausgeprägt, dass das Bier beinahe trocken schmeckt. Lagerbiere enthalten hingegen weniger Hopfen und sind somit weniger bitter. Bei Bockbieren und Ales kann die große Menge des verwendeten Malzes die Bitterkeit des ohnedies in geringen Mengen verwendeten Hopfens aufwiegen. Ergebnis ist ein bittersüßer Geschmack, tendenziell vollmundig-süffig, lieblich oder gar süß.
Ein Bier kann daher leicht bitter, bitter, vollmundig, lieblich oder süß und dabei gering bis besonders nachhaltig im Geschmack sein. Diese Eigenschaften können im so genannten Nachtrunk betont sein, dem Nachgeschmack im Nasen- Rachenraum, der nach dem Schlucken des Bieres im Rachenraum aufsteigt und an der Grenze zwischen der geschmacklichen und geruchlichen Wahrnehmung steht.
Die Qualität eines Bieres wird zu einem großen Teil von der Länge des Abgangs bestimmt, davon, wie lange das aromatische Geschmackserlebnis andauert.
Info:
Brauerei Forst AG, Vinschgauerstr. 8,
Telefon 0043 0473 260111, www.forst.it, info@forst.it
Tourismusverein Algund, Hans-Gamper-Platz 3, I 39022 Algund, Telefon 0039 0473 448600, Fax 0039 0473 8917, www.algund.com, info@algund.com
Unterkunft:
Ruster Resort, Rosengartenstr. 1-3, I 39022 Algund, Telefon 0039 0473 222303, Fax 0039 0473 443250
Karten:
1:25000 Kompass Karte 053 Meran
1:25000 Tappeiner Karte Algund und Umgebung


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