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Dienstag, 17. März 2020

Trentino: Valsugana Lagorai und Levico Terme

Zum vormerken - Es gibt ein Leben nach Corona!
Arte Sella:
Die Wurzel der Kunst in Valsugana



Das Valsugana spielt seit Jahrtausenden eine Rolle als Natur- und Kulturlandschaft. Mit ihren „works in progress“ gestalten Künstler im Val di Sella seit Jahrzehnten einen Wald. 2020 kommt wieder „Zuwachs“: Common Root, Simbiosi und The Third Mountain heißen die neuen Objekte.

Der ArteNatura Themenweg liegt im Val di Sella, oberhalb von Borgo Valsugana. Über 60 Kunstwerke gilt es unter freiem Himmel zu entdecken aus Naturmaterialien geformte Skulpturen, die an Kokons, Bienenkörbe oder Tiere erinnern. Alle diese Land-Art-Skulpturen sind „Works in Progress“, die jedem Tag dem Wetter ausgesetzt sind, sich verändern und langsam mit der Natur verwachsen. Zu sehen sind mystische, aus Blättern geformte Hirsche der Künstlerin Sally Matthews oder etwa eine imposante Pflanzenkathedrale aus wachsenden Bäumen des lombardischen Künstlers Giuliano Mauri. Das Kunstwerk „Réservoir“ von John Grade liegt am Südhang des Monte Armentera. Der Künstler beschäftigt sich seit Jahren mit Skulpturen und Installationen im Freien. 2020 gibt es wieder „Zuwachs“ bei Kunstwerken im Freilichtmuseum Arte Sella: Common Root heißt das „verwurzelte“ Kunstwerk des brasilianischen Künstlers Henrique Oliveira. Für die Installation „Simbiosi“ rekonstruierte Edoardo Tresoldi eine alte Steinruine mit einer Gitterstruktur aus Drahtgewebe. Damit spielt der Italiener auf die Unwetterschäden in „Arte Sella“ im vergangenen Winter an. „The Third Mountain ist der Name der Installation des britischen Architekten Ian Ritchie. www.artesella.it

Alte Stellungen der Habsburger
Ein Stück Zeitgeschichte liefern die vielen historischen Dokumente aus dem Ersten Weltkrieg in Valsugana. Auf der Hochebene von Vezzena und in der Lagorai-Kette trifft man auf alte Stellungen, Schützengräben, Bunker, Treppen, Grenzsteine und Befestigungsanlagen. Sie erinnern an die erbittert umkämpfte Dolomitenfront zwischen Italien und Österreich-Ungarn im ersten Weltkrieg. Die strategisch besten Beobachtungsposten „besetzen“ heute Wanderer. Die Festung Pizzo di Levico etwa, vor der die Felswände fast 1.400 Meter tief ins Tal abfallen, die Festung Busa Granda auf der Panarotta und die kürzlich restaurierte Festung Colle delle Benne bei Levico Terme. Dort gibt es regelmäßig Führungen – auch im Rahmen des „Valsugana Erleben-Programmes“.



Unterwegs auf der Via Claudia Augusta Altinate
Im Tal treffen Wanderer und Radfahrer auf Zeugen der römischen Geschichte. Türme und Meilensteine stammen von der Via Claudia Augusta Altinate, die einst Richtung Venedig durch das Valsugana führte und eine wichtige Verbindung in den Norden war. Aus dem Mittelalter gibt es zwei bedeutende Bauten im Valsugana: den einstigen Adelssitz Castel Ivano, nicht weit von Borgo Valsugana, und das mächtige Castel Pergine auf einem Schlosshügel. Von dort oben genießen Besucher eine traumhafte Aussicht auf Pergine, das Fersental und den Caldonazzo-See. Ein absoluter Blickfang im Castel Pergine ist auch die neue Kunstausstellung „Viandanti“(18.04.–02.11.20) des freischaffenden Südtiroler Bildhauers Lois Anvidalfarei. www.loisanvidalfarei.it

Kultur-Tipps mit der Valsugana Card
Montag, 14 Uhr: Führung am Panarotta-Gipfel – Festung Busa Grande. Dienstag, 10 Uhr: Geführter Spaziergang um den Lago di Levico. 16 Uhr: Führung durch den Thermen-Park – Levico Terme. 17 Uhr: Stadt- und Schlossführung – Pergine. 16 Uhr: Besuch der San Biagio-Kirche – Levico Terme Mittwoch, 14 Uhr: Besuch der Arte Sella Kunstausstellung – Bustransfer. 16 Uhr: Führung durch die Kirche Sant'Ippolito – Castello Tesino. 20.30 Uhr: Geführte Nacht-Tour – Befestigungsanlage Colle delle Benne Donnerstag, 10/14/16 Uhr: Bootstour auf dem Lago di Caldonazzo. 17 Uhr: Geführte Tour zu den Schätzen von Borgo Valsugana. 18 Uhr: Weinverkostung in der Cantina Romanese – Levico Terme. 19 Uhr: Grappa-Verkostung – Levico Terme. Freitag, 14.30 Uhr: Geführte Tour durch die Befestigungsanlage Colle delle Benne – Bustransfer. Samstag, 16 Uhr: Besuch der Grotte von Castello Tesino. 22 Uhr: Führung durch die Celada Sternwarte – Castello Tesino. Sonntag, 15 Uhr: Führung durch das Museum Casa De Gasperi – Pieve Tesino. 16.30 Uhr: Führung durch das Druckereimuseum – Pieve Tesino




Auf alten Frontlinien und Pilgerwegen quer durch das Valsugana
Alte Frontlinien aus dem Ersten Weltkrieg, vier Lagorai-Überquerungen und ein in Jahrhunderten fast in Vergessenheit geratener Pilgerweg: das Valsugana ist ideales Terrain für Mehrtageswanderungen durch eine nahezu unberührte Natur. Hier schlagen Wanderer manchen unbekannten Weg ein.

Im Norden die Dolomiten – im Süden die Venetianer Alpen: Dazwischen liegen Valsugana und die Lagorai-Gruppe, eine Bergkette aus Porphyr vulkanischen Ursprungs vor 290 Millionen Jahren. Hier finden Mehrtageswanderer Routen aller Schwierigkeitsgrade und vier Überquerungen: Die Alta Via del Granito ist eine anspruchsvolle, drei- bis viertägige Trekkingrunde über rund 28 Kilometer durch die Granitberge rings um die Cima d’Asta und die Cime di Rava. Sie verläuft auf alten Wegen der ehemaligen Verteidigungslinie aus dem Ersten Weltkrieg und passiert zwei der Berghütten in der Lagorai-Gruppe, die sich für eine Übernachtung anbieten. Für Lagorai Panorama muss man bereits 41 Kilometer Wegstrecke und drei Tage veranschlagen. Die Tour führt ebenso der italienisch-österreichischen Verteidigungslinie entlang, diesmal allerdings durch das schöne Val Campelle und das naturbelassene Val Orsera, vorbei an einigen Bergseen mit freier Sicht auf das Lagorai-Gebirge. Die Cima d’Asta kann man dabei ebenso anpeilen.

Fünf Tage zu Fuß „durch den Ersten Weltkrieg“
Translagorai zählt mit über 50 Kilometern zu den längsten Trekkingtouren im Lagorai. Auf dem Weg durchquert man die gesamte Bergkette von der Panarotta bis zum Rolle-Pass. Die durchschnittlich fünf Etappen verbinden Natur pur mit Zeugnissen aus dem Ersten Weltkrieg. Berghütten und Biwaks laden unterwegs zum Übernachten. Noch länger ist nur noch die neue Alta Via del Centenari“, die zum Jubiläum „100 Jahre Ende des Ersten Weltkrieges“ angelegt wurde. Sie verbindet die Alta Via Lagorai Panorama und die Alta Via del Granito zu einer Fünf-Tages-Tour. Auf den 53 Kilometern Wegstrecke, die am Passo Manghen startet und endet werden 2.760 Höhenmeter bewältigt. Auch diese Front-Überquerung eröffnet wunderbare Ausblicke über das Trentino. Wichtig bei allen Mehrtageswanderungen sind Trittfestigkeit, Ausdauer, passendes Wetter und rechtzeitig reservierte Quartiere für die Übernachtung.

Pilgern wie früher auf der Via Romea Germanica
Ob zu Fuß, mit dem Rad oder zu Pferd: Auf der Via Romea Germanica, einem über viele Jahrhunderte in Vergessenheit geratenen Pilgerweg, folgen Weitwanderer den Spuren aller Kulturen und Religionen Nord- und Südeuropas –ganz in ihrem eigenen Tempo. Der Pilgerweg verläuft über 2.200 Kilometer von Norddeutschland nach Rom. Er geht auf die Aufzeichnungen des Abt Albert vom St. Marienkloster zu Stade zurück, der im Jahr 1236 nach Rom reiste und verschiedene „Itinerare“ seiner Hin- und Rückreise mit genauen Orts- und Entfernungsangaben niederschrieb. Am Brennerpass beginnt die italienische Strecke über das Eisacktal und das Trentino mit seinen Weinbergen und den Abschnitten auf der alten Via Claudia Augusta. Nach dem Cimirlopass eröffnet sich Valsugana mit seinen beiden schönen Badeseen, umgeben von den mächtigen Bergen des Lagorai-Gebirges. Danach werden Padua, Ferrara und Ravenna durchquert, bis zum Trasimenosee. Nach Tuscia folgt die Via Cassia, die zum Glücksberg Monte Mario führt, von dem der „Cupolone“, der Petersdom, zu sehen ist. www.visitvalsugana.it/trekkinglagorai, trekking@visitvalsugana.it

Mehrtagestouren im Lagorai – Valsugana
Granit-Hochweg: 28 km, 2.829 Höhenmeter, 3 Etappen
Lagorai Panorama: 41 km, 2.330 Höhenmeter, 3 Etappen
Translagorai: 45 km, 5.000 Höhenmeter, 5 Etappen
Alta Via del Centenario: 53 Kilometer, 2.760 Höhenmeter, 5 Etappen
Via Romea Germanica
2.200 Kilometer von Stade (Norddeutschland) nach Rom




Das arsen-eisenhaltige Wasser der Thermen von Levico, Vetriolo und Roncegno entspringt der höchstgelegenen Thermalquelle Europas auf 1.500 Metern im Lagorai-Gebirge. Ideal, um den Urlaub in Valsugana zu einem „Gesundheitsbad“ für Körper und Geist und Seele zu machen.

Arsen-eisenhaltiges Thermalwasser ist in Europa sehr selten und in Italien sogar ausschließlich im Valsugana zu finden. In den drei Thermen Levico, Vetriolo und Roncegno werden damit Haut-, Frauen- und Atemwegsbeschwerden, aber auch Arthrose und Rheuma behandelt. Das Heilwasser, sein Aerosol und mit ihm angereicherter Fango sind außerdem wirksam bei Erschöpfung und Burnout-Symptomen, Angst- und Beklemmungszuständen sowie neurologischen Beschwerden. Wer hierher zur Kur kommt, profitiert aber nicht nur von den Gesundheits-Arrangements, sondern auch von der wohltuenden Natur. Eben erst wurde das Valsugana als nachhaltiges Tourismus-Reiseziel zertifiziert. Als weltweit erstes Reiseziel entsprach das oberitalienische Tal in der Lagorai-Bergkette den GSTC-Kriterien.

Wer seinen Urlaub an der Quelle des Wohlbefindens verbringen möchte, hat in Vetriolo Terme hoch oben am Panarotta von Juni bis September Gelegenheit dazu. Im Wellnesscenter gibt es ergänzend zur Thermalkur einige Spa-Angebote, Physiotherapie, Shiatsu-Massagen und Beauty-Behandlungen mit der regionalen Kosmetik-Linie auf Basis des Thermalwassers. 1.000 Meter tiefer liegt das größere Thermalzentrum im einst weltberühmten Badeort Levico Terme mit seinen historischen Palazzi. Schon zu K.u.K.-Zeiten war der Kur- und Sommerfrischeort, 20 Kilometer östlich von Trento, für sein wohltuendes Mineralwasser in aller Munde. Das Rehabilitations- und Spa-Zentrum ist von November bis April geöffnet. Die ehemalige Therme – heute das Grand Hotel Imperial – umgibt den 150.000 m2 großen „Habsburger-Kurpark“ aus dem 19. Jahrhundert mit monumentalen und seltenen Bäumen.



Er ist der bedeutendste historische Park im Trentino und zählt zu den Grandi Giardini Italiani, den größten Gartenanlagen Italiens. Zehn Kilometer weiter östlich im Valsugana liegt das beschauliche Roncegno Terme, in dem das Thermalwasser von Levico und Vetriolo für anthroposophische Medizin und natürliche Heilmethoden angewandt wird. Viele Hotels haben eigene Wellnesszentren.

Rundum gesunder Familienurlaub
Auch Kindern tut ein Urlaub in Valsugana gut. Das milde Klima und die intakte Natur, aber auch das Thermalwasser sorgen für gesunde Lebensenergien. In den Kurhäusern von Levico, Vetriolo und Roncegno werden speziell auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmte Anwendungen geboten – sowohl zur Heilung von Krankheiten, als auch zur Vorbeugung. Das entzündungshemmende und antibakterielle Thermalwasser in Levico wirkt bei, durch Umwelteinflüsse verursachte Erkrankungen der Atemwege. Untersuchungen belegen, dass man mit zwei Thermal-Inhalationskuren pro Jahr die Anzahl der Entzündungen der oberen und unteren Atemwege und auch den Einsatz von Antibiotika deutlich reduzieren kann.

Tipp aus der Valsugana Card
Dienstag: 15.00 Uhr: Führung durch die Thermen von Levico

Weitere Informationen:
Tourismusverband Valsugana Lagorai
I-38056 Levico Terme (TN), Viale V. Emanuele, 3
Tel. +39 0461 727700
E-Mail: info@visitvalsugana.it
www.visitvalsugana.it

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Dieter Buck
Besuchen Sie mich auch unter www.dieterbuck.de, auf facebook und in Instagram unter dieter_buck_wanderautor.

Onlinemagazine von mir sind:
Artikel über Reisen und was schön daran ist: http://reisen-und-urlaub.blogspot.com, Artikel über die Welt der Alpen: http://alpen-blog.blogspot.com, Besprechungen von Reise- und Wanderliteratur: http://reisebuecherwanderfuehrer.blogspot.com, Artikel über Baden-Württemberg: http://baden-wuerttemberg-blog.blogspot.com, Artikel über Stuttgart: http://der-stuttgart-blog.blogspot.com, Artikel und vor allem schwarzweiß-Fotos von und über Stuttgart für Minimalisten unter den Freunden der Fotografie: http://stuttgart-schwarz-weiss.blogspot.com.
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Sonntag, 8. März 2020

Trentino: Urlaub im Valsugana Lagorai

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Urlaubsgenuss mit gutem Gewissen
im Valsugana



Zwischen dem Lagoraigebirge und der Hochebene von Vezzena liegt das Valsugana. Sein konsequenter Weg in Richtung Qualitätstourismus hat es zum weltweit ersten Reiseziel mit einem Zertifikat für nachhaltigen Tourismus nach den GSTC-Kriterien gemacht.

Das Valsugana liegt östlich von Trento und zählt zu den vielfältigsten oberitalienischen Regionen. Hier erkannte man schon vor Jahren, dass Qualität vor Quantität stehen muss. Das Regionale, Echte und Erhaltenswerte sind hier tief verankert – im Bewusstsein der Menschen ebenso wie in ihrem Umgang mit der Natur, der Alltagskultur aber auch der Küche. Der Lohn dafür ist die weltweit erste Zertifizierung für nachhaltigen Tourismus nach den GSTC-Kriterien. Diese Organisation wurde von den Vereinten Nationen gegründet und definiert 17 Ziele für die nachhaltige Entwicklung einer Region.

Dazu zählen sauberes Wasser und saubere Energie ebenso wie nachhaltige Städte und Dörfer sowie Leben im Wasser und am Land. Das touristische Angebot von Val­sugana geht seit Jahrzehnten in diese Richtung. Der Leitgedanke „Verantwortung und Verpflichtung für alle“ schließt den sorgsamen Umgang mit den wertvollen Ressourcen der Region ein. So können die beliebten Badeseen von Levico und Caldonazzo dank ihres sauberen Wassers seit Jahren die Blaue Fahne Europas hissen. Aber auch die Wertschätzung für die einzigartige Bergwelt des Lagorai-Gebirges, die Lebensmittel aus der Region und die saisonale Küche sind im Nachhaltigkeitsgedanken fix verankert. Seit Jahrhunderten in aller Munde ist Valsugana wegen seines Thermalwassers. Das arsen-eisenhaltige Wasser der Thermen von Levico, Vetriolo und Roncegno entspringt der höchstgelegenen Thermalquelle Europas auf 1.500 Metern im Lagorai-Gebirge.
 


Slow Food mit kleinem Fußabdruck auf den Almen der Lagorai
Zum Wandern im Valsugana gehört das Einkehren in den bewirtschafteten Almen unbedingt dazu. Aus der frischen Bergmilch werden Butter, Joghurt oder „Slow Food Almkäse“ wie Tosella, Ricotta oder Caciotte selbst gemacht. Zwischen Mai und Oktober ist Zeit zum Verkosten vor Ort.





Frühmorgens auf der Alm

Dabei sein, wenn Almkäse hergestellt wird, beim Melken zusehen, frische Molke und Butter kosten und den Blick über die Gipfel schweifen lassen: Das kann man neuerdings auch zur „Morgendämmerung auf der Alm“. Große und kleine Almwanderer packen dabei schon vor Tagesanbruch kräftig mit an und helfen den Sennern bei der morgendlichen Arbeit. Zum Lohn gibt es ein köstliches Frühstück mit Milch und Butter, Käse und Topfen, frisch gebackenem Brot, hausgemachten Marmeladen und Tee aus selbst gesammelten Kräutern (Termine 12.07.20: Malga Casapinello, 23.08.20: Malga Cassabolenga – jeweils beschränkte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich).

Vom Panarotta über die Vezzena zum Broconpass
Die traumhaften Almen-Wanderreviere für die ganze Familie liegen nördlich und südlich des Brenta-Flusses und lassen sich bei Halb- oder Tagestouren entdecken. Etwa die vielen Almen oberhalb von Levico unter dem Panarotta-Gipfel oder um den Paraglider-Platz in Vetriolo. Auch auf der Südseite des Valsugana werden Almwanderer auf den Hochebenen von Vezzena und Marcesina fündig. Besonders urig und waldreich sind die Almen im östlichen Valsugana um den Broconpass. Im Val Calamento liegt das einzige WWF-Naturschutzgebiet mit einer wunderschönen Almenregion und leichten bis anspruchsvollen Wanderrouten.



Sommerfrische bei der Adoptivkuh im Valsugana
Auf den 16 Almen nördlich und südlich des Valsugana verbringen etwa 150 Kühe die Sommerweidezeit. Im Folder „Adoptiere eine Kuh“ sind die Prachtexemplare samt Identitätsausweis und Hufabdruck abgebildet: Gäste können jede von ihnen um 60 Euro pro Saison „adoptieren“. Zehn Euro davon gehen an einen wohltätigen Zweck. Die restlichen 50 Euro können die „Adoptiveltern“ zwischen Mitte Juni und Mitte September in Form von Butter und Käse einlösen, wenn sie ihre Kuh auf der Alm besuchen. Für Familien ist das ein besonders nachhaltiges Urlaubserlebnis und eine besonders originelle Geschenksidee. www.visitvalsugana.it/adottaunamucca

Tipps aus der Valsugana Card
Montag: 14 Uhr: Führung am Panarotta-Gipfel – Festung Busa Grande Dienstag + Donnerstag: 9 Uhr: Senner für einen Tag (Milch & Käse) Mittwoch: 9.30 Uhr: Geführte Bike-TourDonnerstag: 8.30 Uhr: Geführte Wanderung auf den Pizzo di Levico – Bustransfer – Freitag: 8.45 Uhr: E-Bike-Tour auf der Tesiner Hochebene; 9 Uhr: Morning Warm up – Levico Terme; 9.30 Uhr: Bike-Tour rund um die Seen; 13.00 Uhr: Geführte MTB-Tour – Levico Terme; Samstag: 8.30 Uhr: Wanderung zum Presee oder den Gipfel der Rocchetta – Roncegno Terme

„Wau-Effekt“ am Bau Beach im Valsugana
Dog-Friendly Unterkünfte, eigene Hundestrände an den Seen, viel Auslauf in der unberührten Natur und ein neues Zertifikat für nachhaltigen Tourismus: Im Valsugana haben Hundebesitzer und ihre Lieblinge eine lange Leine und ein stressfreies Urlaubsambiente.

Valsugana ist das weltweit erste Reiseziel, das ein Zertifikat für nachhaltigen Tourismus nach den GSTC-Kriterien erhalten hat. Ein Bewusstsein für das Echte und Erhaltenswerte, für Qualität statt Quantität hat das Valsugana auf diesem Weg begleitet. Das schätzen auch Gäste mit Hunden. Kilometerweise Naturerlebnisse für Zwei- und Vierbeiner gibt es in der Lagorai-Bergkette und auf der Hochebene von Vezzena. Vom gemütlichen Gassi-Spazierwegen bis zu anstrengenden Trekkingtouren „mit langer Zunge und kurzer Leine“ ist alles dabei. Nach dem Bergerlebnis tut eine Abkühlung gut. In San Cristoforo am Nordufer des Caldonazzosees liegt ein „bau beach“, an dem einem angenehmen Bad gemeinsam mit dem Vierbeiner nichts im Wege steht. Sonnenschirme mit Haken für die Hundeleine, eine Agility-Rampe und eingezäunte Hundetoiletten machen den Badeurlaub mit dem Wuffi einfach. Auch am südlichen Ufer beim Lido von Calceranica ist am „Spiaggia alle stanghe“ ein Hundestrand in Stegnähe von 7 bis 21 Uhr geöffnet.




Am Levicosee der beste Freund des Menschen mit an den Strand, aber nicht ins Wasser. Zum entspannten Urlaub mit Hund tragen im Valsugana auch die gemütlichen Unterkünfte bei. Es gibt 15 Dog Plus und Dog Friendly-Unterkünfte, Campingplätze und Dog-Friendly-Restaurants, die ganz auf die Bedürfnisse von Vierbeinern eingestellt sind. In Levico Terme und Pergine Valsugana dürfen die Partner mit der kalten Schnauze in eingezäunten Bereichen frei laufen. Hundesitter, Trainer, eine Hundeschule und ein Self-Service-Hundewaschsalon sind in Valsugana ebenso zu finden. Tipp: Damit Ausreißer leichter gefunden werden können, sind ein Mikrochip und eine Marke mit Name und Telefonnummer zu empfehlen. www.visitvalsugana.it/dogfriendly

Nachhaltiger Urlaubsgenuss mit der Valsugana Card
Die Valsugana Card stellt von Montag bis Sonntag ein erlebenswertes Programm aus Natur, Kultur und Kulinarium auf die Beine. So erhalten die Gäste Einblick in die nachhaltige Urlaubsqualität von Valsugana, dem weltweit ersten Reiseziel mit Zertifizierung für nachhaltigen Tourismus.




Das Valsugana östlich von Trento zählt zu den vielfältigsten oberitalienischen Regionen. Zwei schöne Badeseen, die zu den wärmsten Italiens gehören, die atemberaubende Bergwelt des Lagorai-Gebirges, die malerischen Dörfer und die köstliche, regionale Küche: Alles zusammen trug bei zur weltweit ersten Zertifizierung für nachhaltigen Tourismus nach den GSTC-Kriterien. Im Rahmen des Wochenprogramms „Valsugana erleben“ werden über 30 Möglichkeiten geboten, einige der Schätze und Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Viele Angebote sind kostenlos, andere vergünstigt. Hier fünf Tipps für den Valsugana-Urlaub:



1. Auf Spuren des Ersten Weltkrieges
In den Bergen zwischen Lagorai und Vezzena-Hochebene verlief eine der berüchtigten Fronten des Dolomitenkrieges zwischen Italien und Österreich-Ungarn im Ersten Weltkrieg. Einige Stellungen, Schützengräben, Bunker und Befestigungsanlagen sind bis heute erhalten. Etwa die Anlage auf dem Pizzo di Levico, die Festung Busa Granda auf der Panarotta und die kürzlich restaurierte Festung Colle delle Benne bei Levico Terme. Ein außergewöhnliches Erlebnis ist die geführte Nacht-Tour, wenn die Festung in mystisches Blau getaucht ist.




2. Senner für einen Tag
Die Valsugana-Card lädt auf die Almen nördlich und südlich des Brentatales, um dort in das Leben der „Malghese“ einzutauchen. Von ihnen erfährt man, was rund um das Melken und Kasen alles zu tun ist. Viele Senner unter der Panarotta, auf den Hochebenen von Vezzena und Marcesina, um den Broconpass und im Calamentotal rühren noch mit der Hand um: Das schmeckt man, wenn man eine Tosella, Ricotta oder Caciotte, Butter oder Joghurt probiert. Nebenbei lernt man die schönsten Almenregionen in Valsugana kennen.




3. Viel zu sehen um die Seen
Vor der Therme am Levico-See treffen sich Frühaufsteher Montag morgens zum „Warm up“. Dabei werden die Muskeln locker und die Dehnbarkeit trainiert. Dann steht der Runde um den Levico-See am nächsten Tag nichts mehr im Wege. Auch die Bike-Tour um die Seen zählt zu den beliebtesten Naturerlebnissen. Romantiker lassen sich außerdem die Bootstour auf dem Lago di Caldonazzo nicht entgehen und die Führung durch den Park von Levico Terme.

4. Auf Höhlentour im Valsugana
Die 400 Meter langen Grotten von Castello Tesino liegen in einer wilden Schlucht zwischen Monte Agaro und Monte Coppolo im Brentatal. Entdeckt wurden sie erst 1926 von einem Vermessungstechniker. Bis heute sind sie nicht vollständig erforscht. Die märchenhafte Karstwelt aus Stalaktiten und Stalagniten, die sich hier im Laufe von tausenden Jahren gebildet hat, ist sehenswert. Dasselbe gilt für die 3,6 Kilometer langen Calgeron Grotten bei Selva di Grigno. Sie kann man auf etwa zwei Kilometern im Rahmen einer Führung besuchen. Die größte der Dolomit-Grotten ist 80 Meter lang. Von den elf unterirdischen Seen ist einer 40 Meter lang und vier Meter tief. Erst 1990 wurde bei Grigno in Valsugana der Riparo Dalmeri entdeckt, ein Felsüberhang, der im Jungpaläolithikum vor rund 13.000 Jahren von Jägern und Sammlern als Unterstand genutzt wurde. Die vielen archäologischen Ausgrabungen machen den Abri zu einem der bedeutendsten Fundplätze der italienischen Urgeschichte.

5. Arte Sella: Kunst unter freiem Himmel
Ein ebenso nicht alltägliches Erlebnis ist die Nature Art-Kunstausstellung Arte Sella in den Wäldern des Val di Sella bei Borgo Valsugana. Verschiedene Künstler haben hier über 60 Arbeiten ausschließlich aus Naturmaterialien aufgestellt. Tiere, Kokons und Bienenkörbe und eine ganze Pflanzenkathedrale kann man sich „erwandern“. Die Arbeiten sind „Works in Progress“, die sich mit jedem Tag unter freiem Himmel verändern und mit der Natur verwachsen. Jedes Jahr kommen neue Kunstwerke und Installationen dazu. www.visitvalsugana.it

Valsugana Card
Montag, 8.30 Uhr: Gleitschirmflug – Levico Terme. 9 Uhr: Morning Warm up – Levico Terme. 14 Uhr: Führung am Panarotta-Gipfel – Festung Busa Grande. 17.30 Uhr: Treffen mit dem Spa-Direktor von Levico Terme – Levico Terme
Dienstag, 9 Uhr: Morning Warm up – Levico Terme. 9 Uhr: Senner für einen Tag (Milch & Käse). 10 Uhr: Geführter Spaziergang um den Lago di Levico. 15 Uhr: Führung durch die Therme Levico. 16 Uhr: Führung durch den Thermen-Park – Levico Terme. 17 Uhr: Stadt- und Schlossführung – Pergine. 16 Uhr: Besuch der Kirche San Biagio – Levico Terme. 20.30 Uhr: Tanzabend in der Therme Levico
Mittwoch, 9 Uhr: Morning Warm up – Levico Terme. 9.30 Uhr: Geführte Bike-Tour. 10 Uhr: Bootstour auf dem Lago di Caldonazzo. 14 Uhr: Besuch der Arte Sella Kunstausstellung – Bustransfer. 16 Uhr: Führung durch die Kirche Sant'Ippolito in Castello Tesino. 20.30 Uhr: Geführte Nacht-Tour – Befestigungsanlage Colle delle Benne.
Donnerstag, 8.30 Uhr: Geführte Wanderung auf den Pizzo di Levico – Bustransfer. 9 Uhr: Morning Warm up am Levicosee. 9 Uhr: Senner für einen Tag. 10/14/16 Uhr: Bootstour auf dem Lago di Caldonazzo. 16.30 Uhr: Geführte Tour durch den Europagarten – Pieve Tesino. 17 Uhr: Geführte Tour zu den Schätzen von Borgo Valsugana. 18 Uhr: Weinverkostung in der Cantina Romanese – Levico Terme. 19 Uhr: Grappa-Verkostung – Levico Terme
Freitag, ab 8.30 Uhr: Gleitschirmflug – Levico Terme. 8.45 Uhr: E-Bike-Tour auf der Tesiner Hochebene. 9 Uhr: Morning Warm up – Levico Terme. 9.30 Uhr: Bike-Tour rund um die Seen. 13 Uhr: Geführte MTB-Tour – Levico Terme. 14.30 Uhr: Geführte Tour durch die Befestigungsanlage Colle delle Benne – Bustransfer. 15 Uhr: Geführter Spaziergang durch die Natur ­–­ Roncegno Terme. Weinverkostung im Weinkeller – Levico Terme. 22 Uhr: Führung durch die Celada Sternwarte – Castello Tesino.
Samstag, 8.30 Uhr: Wanderung zum Presee oder den Gipfel der Rocchetta – Roncegno Terme. 9–12 Uhr: Weinverkostung in der Kellerei Cenci – Castelnuovo. 11 Uhr: SUP für Kinder – Levicosee. 16 Uhr: Verkostung von Käse und regionalen Produkten – Levico Terme. 16 Uhr: Besuch der Grotte von Castello Tesino
Sonntag, 11 Uhr: SUP für Kinder – Levicosee. 15 Uhr: Führung durch das Museum Casa De Gasperi – Pieve Tesino. 16.30 Uhr: Führung durch das Druckereimuseum – Pieve Tesino

Weitere Informationen:
Tourismusverband Valsugana Lagorai
I-38056 Levico Terme (TN), Viale V. Emanuele, 3
Tel. +39 0461 727700
E-Mail: info@visitvalsugana.it
www.visitvalsugana.it                                 

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Dieter Buck
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