Montag, 2. März 2026

Bayern: Frühling und Ostern in der Bergwelt von Berchtesgaden

Blüht-auf-Wochen“ 

in Berchtesgaden

 

Im März und April regt Berchtesgaden mit zwei Aktionswochen zu einem bewussten, natürlichen Lebensstil und Bewegung im Grünen an. Bei Kräuterkursen, Räuchern, Kneippen, Qigong, Yoga und Phantasiereisen im Salzheilstollen  blühen die Teilnehmer auf.

Die Natur bietet uns viel Gutes für die Gesundheit. Und das ganz besonders im Frühling, wenn wir nach dem Winter ohnehin wieder auf Touren kommen müssen. Berchtesgaden lädt dazu ein, aktiv zu werden und die Natur zu entdecken. Während der „Blüht-auf-Wochen“ (14.–21.03.26, 18.–25.04.26) gibt es ein vielfältiges Angebot an Kräuter-Wanderungen und Räucher-Workshops, Phantasiereisen im Salzheilstollen , Kneipp-, Qigong- und Yoga-Kursen. Mit den Kräuterpädagoginnen Barbara Spindler, Evi Hajek und Monika Angerer können die Teilnehmer Kräuter-Spaziergänge und Besuche im Gsundheitsgartl in Teisendorf unternehmen. 

 


Dabei werden Kräuter und ihre Wirkung sowie ihre Anwendung in Küche und Hausapotheke thematisiert. Räuchern mit Kräutern und Harzen reinigt, vitalisiert, beruhigt und baut Stress ab. Barbara Spindler bietet dazu einen eigenen Kurs in Teisendorf an. Die Kneipper haben in Berchtesgaden mehrere Anlagen zur Verfügung. Lisi Krenn und Barbara Spindler zeigen, wie man die Anwendungen ganz einfach in den Alltag einbauen kann. Bei Dr. Caren Lagler in Schönau lässt sich ein Schwitztraining in der Infrarot-Trainingskammer absolvieren, um Immunsystem und Wohlbefinden zu fördern. Barbara Steube bietet Yoga- und Qigong-Kurse an. Mit der ganzheitlich ausgebildeten Ergotherapeutin Anne Gehrke-Scheucher unternehmen die Teilnehmer eine Phantasiereise in der Ruhe des Berchtesgadener Salzheilstollens. So kann der Frühling voller neuer Energie kommen.


Ostern bringt noch mehr Farbe nach Berchtesgaden

Schöne Bräuche und kräftige Farben kennzeichnen das Osterfest in Berchtesgaden. Das Heilige Grab in Anger und die Palmbuschen mit den bunten Bändern heißen in diesem Jahr den aufkommenden Frühling willkommen. Zum Frühlingsfest blüht Berchtesgaden voll auf.


Mit tief verwurzelten Bräuchen feiert man in Berchtesgaden jedes Jahr die Auferstehung Christi. Heilige Gräber in Form von monumentalen Kulissenaltären zählen in Bayern seit dem Barock zu den österlichen Traditionen. Besonders bekannt ist das Heilige Grab in der Klosterkirche Höglwörth (03.–04.04.26) in Anger. Seine Tradition reicht bis 1645 zurück und zählt damit zu den ältesten – und mit zehn Meter Höhe – zu den beeindruckendsten Kulissenaltären, der nur alle drei Jahre errichtet wird. 80 Glaskugeln sind mit farbigem Wasser gefüllt und werden von Öllampen beleuchtet. Sie zaubern ein magisches Licht in die Kirche und lenken den Blick auf eine Grabeshöhle, in welcher der Heiland begraben liegt. Zuletzt besuchten 10.000 Gläubige das prächtige Grab. 

Für den Palmsonntag (29.03.26) werden in den Haushalten Palmbuschen gebunden, mit Weidenästen, gefärbten Hobelspänen, so genannten „Schaberbandln“ und weiterem Schmuck. Am Palmsonntag kleiden sich die Einheimischen dann häufig in traditionelle Tracht. Die Kinder tragen die Palmbuschen zur Weihe, Prozession und Messe in der Kirche. Danach sollen die Palmbuschen den Segen in die Häuser und auf die Felder bringen. 

„Berchtesgaden blüht auf“

Im Kurgarten Berchtesgaden treiben etwa Mitte April die japanischen Kirschbäume aus und versprühen einen ganz besonderen Reiz. Um diese Zeit geht hier auch das Frühlingsfest „Berchtesgaden blüht auf“ (18.04.26) über die Bühne. Zeit für ein Picknick auf der gepflegten Rasenfläche unter den austreibenden Bäumen und der majestätischen Kulisse des noch schneebedeckten Watzmann

 


Es gibt Kulinarisches von verschiedenen Anbietern und Live-Musik von der Band Jack in the Box. Das beliebte Fest zaubert kräftige Farbtupfer in den aufkommenden Frühling, ebenso wie das Kino Berchtesgaden mit dem beliebten Film „Kirschblüten – Hanami“.

Frühlingstermine in Berchtesgaden

29.03.26: Palmsonntag – Kirchen in Berchtesgaden

03.–04.04.26: Heiliges Grab in Höglwörth – Anger (10–16 Uhr Shuttle vom Staufenbad Aufham (Gemeinde Anger) jede volle Stunde / vom Bahnhof Teisendorf jede halbe Stunde

18.04.26, 14 bis 19.30 Uhr: Frühlingsfest „Berchtesgaden blüht auf“ – Kurgarten Berchtesgaden (freier Eintritt, Ersatztermin bei Regenwetter: 25.04.26)

Oben weiß, unten grün: Frühlingswandern in Berchtesgaden

In den Zweitausendern der Berchtesgadener Alpen liegt noch Schnee – in den Tälern treibt der Frühling längst die schönsten Blüten: Berchtesgaden lockt Wanderer mit einer unglaublichen Farbpalette hinaus in die frühlingsfrische Natur.

Watzmann, Jenner, Hochstaufen und Untersberg sind immer im Blickfeld. Noch mit einer ordentlichen Schneehaube, doch unterhalb der höchsten Gipfel grünt und blüht längst alles. Saftig grüne Wiesen sind von bunten Blumen übersät, die Bäche glucksen vom vielen Schmelzwasser und die milde Frühlingssonne sorgt für gute Stimmung überall. Jetzt heißt es Schuhe schnüren und auf die Beine, dem Frühling entgegen.


Kräuterwandern, Kneippen und Waldbaden

Am Wegesrand treiben Blumen und Kräuter bereits die schönsten Blüten. Kräuter-Pädagoginnen öffnen den Teilnehmern die Augen für die Apotheke der Natur und laden in ihre Kräutergärten. Sie erzählen, was in manchen „Unkräutern“ steckt, welche Bitterstoffe, Vitamine und Gerbstoffe in Wildkräutern enthalten sind, und wie sie möglichst schonend verarbeitet werden. Dem Kreislauf tut Sebastian Kneipps Wassertherapie gut. Kalte Armbäder und Wassertreten im Storchengang fördern die Durchblutung, stärken das Immunsystem und wecken müde Geister. In und um Berchtesgaden gibt es einige Kneippanlagen, an denen man seine Glieder eintauchen kann.

Auch Waldbaden soll sich positiv auf das vegetative Nervensystem, die Psyche und das Immunsystem auswirken. Waldbaden-Trainerin Elfriede Wagner lädt zu Schnupperkursen nach Anger. Die Touren führen auf Waldwegen über Stock und Stein auf die Strobl-Alm und zu einem Erlebnis für alle Sinne. Das Gehen im Wald ist ein perfekter Ausgleich zu unserem stressigen Leben und trägt dazu bei, zur Ruhe zu kommen.

Dem Frühling entgegen

Unter der milden Frühlingssonne zeigt sich die Natur in Berchtesgaden in ihrer vollen Pracht. Wanderer und (E-)Biker drängen nach draußen. Solange von den Zweitausendern noch Schnee glänzt, ist Zeit für leichtere Touren, etwa vom – laut König Ludwig I. – „schönsten Dorf Bayerns“ zum Höglwörther See. Die Tour rund um den See, vorbei an der Halbinsel mit dem tausend Jahre alten Kloster Höglwörth, dauert etwa eine halbe Stunde. Der Klosterwirt wartet mit zünftiger regionaler Kost auf. 


 

Prächtige Aussichten auf die Berchtesgadener Bergwelt verspricht die Tour auf die Kneifelspitze (1.189 m). Viele Wege führen hinauf, der bekannteste startet von der Wallfahrtskirche Maria Gern bei Berchtesgaden. Die sehenswerte Rokokokirche mit dem Watzmann im Hintergrund ist ein beliebtes Fotomotiv. Nach einer einstündigen Wanderung ist der Gipfel erreicht, auf dem die Gaststätte Paulshütte zur Einkehr lädt. Hoch hinaus führt die Tour von Schönau um den Speicherteich am Jenner. Die ersten Höhenmeter verkürzt man sich allerdings mit der Jennerbahn bis zur Mittelstation.

Wenige Minuten sind es zum Speicherteich, in dessen Wasserfläche sich der Watzmann spiegelt. Sitzgelegenheiten laden zur Rast. Etwas anspruchsvoller ist die Tour von Bischofswiesen auf den Toten Mann. Zwei Stunden dauert es bis zum Gipfel, dafür erwartet die Wanderer ein sagenhaftes Hochgebirgspanorama. Für den Soleleitungsweg Ramsau sollte man fünf Stunden veranschlagen. Die Tour führt auf der Sonnenterrasse des Bergsteigerdorfes entlang. In den Soleleitungen wurde früher salzhaltiges Wasser transportiert, Details zur Geschichte liefern Informationstafeln. Wer erst am Zipfhäusl startet, spart sich den Anstieg aus dem Tal.

Weitere Informationen:

Berchtesgaden
83471 Berchtesgaden, Maximilianstraße 9

www.berchtesgaden.de

www.filmregion-berchtesgaden.de

Alle Erlebnisse unter berchtesgaden.de/blueht-auf

Dieter Buck

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