Montag, 12. Juni 2017

Silberregion Karwendel: Silberstadt Schwaz in Tirol

Die Silberstadt Schwaz öffnet sich ganz ihren Besuchern



Ein Spaziergang durch Schwaz heißt anknüpfen an ein glanzvolles Stück Tiroler Geschichte und die große Zeit des Silber- und Kupferbergbaus im 16. und 17. Jahrhundert. Ein guter Begleiter zu den vielen Kulturdenkmälern mit ihrem ewigen Zauber ist der neue Stadtführer „Durch Schwaz“.

Im neuen Stadtführer „Durch Schwaz“ des TVB Silberregion Karwendel mit Texten von Anton Prock erfährt man Wissenswertes über die geschichtlichen Zusammenhänge der einzelnen Bauten. In den Sommermonaten (22.06. bis 14.09.2017) gibt es einmal Mal pro Woche eine kostenlose Stadtführung, bei der weitere, sonst unzugängliche Schätze gelüftet werden. Treffpunkt ist jeden Donnerstag um 13.30 Uhr am Busterminal beim Einkaufszentrum in der Wopfnerstraße.

Den Glanz der alten Silberstadt neu entdecken

Die retronovative Silberregion Karwendel schöpft ihre Kraft für Neues aus ihren Wurzeln und der glanzvollen Zeit des Silber- und Kupferbergbaus, die im Unterinntal zwischen Rattenberg und Hall eine beispiellose Dichte an Kulturdenkmälern hinterlassen hat. Schwaz war im 16. Jahrhundert die größte Berg­baumetropole Europas und nach Wien die zweitgrößte Stadt des Habsburgerreiches. Um 1520 lebten und arbeiteten hier rund 20.000 Menschen. Ihre Hinterlassenschaft zeigt ein Rundgang durch die „Schwazer Schatzkiste“. Das marmorverzierte Rathaus am Stadtplatz stellt eines der mächtigsten erhaltenen Gebäude aus der Bergwerkszeit dar. Die daran anschließende Franz-Josef-Straße mit ihren mittelalterlichen Erkerhäusern weist das historisch einheitlichste Straßenbild in Schwaz auf.

Vorbei am „Blauen Haus“, der Bezirkshauptmannschaft und der Hans-Sachs-Volksschule, dem Palais Enzenberg mit seiner Renaissancefassade und der Stadtgalerie – um nur einige zu nennen. Am Ende der Straße liegt die mächtige Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt. Die größte gotische Hallenkirche Tirols zeugt mit ihrer Schaufassade und dem Innenschmuck vom Reichtum des einstigen Bergbauortes. Weitere Zeugen der Bergbauvergangenheit sind das über 500 Jahre alte Rabalderhaus mit Treppenturm und gotischen Gewölben hinter dem Stadtpark sowie das Orglerhaus mit einer „Erzstufe“ über dem Eingang in der Ludwig-Penz-Gasse. Unübersehbar steht an deren Ende das prächtige Fuggerhaus, von dem aus die mächtige Augsburger Kaufmannsfamilie zeitweise ihre Geschäfte leitete. Über die Burggasse geht es bis zum von Kaiser Maximilian I. gestifteten Franziskanerkloster mit seinem sehenswerten Kreuzgang und der Klosterkirche, die zu den größten und schönsten Gotteshäusern Tirols zählt. Erstmalig im Sommer 2017 erhält man auch Einblick in das neu restaurierte Mathoi-Haus in der Innsbrucker Straße, welches nun das Zentrum für Geschichte und Kultur der Silberstadt beherbergt.

Rundgang durch Schwaz
Stadtplatz – Rathaus – Franz-Josef-Straße – Blaues Haus – Bezirkshauptmannschaft – Hans-Sachs-Volksschule – Palais Enzenberg – Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt – Lahnbachbichlkapelle und Lahnbach – Rabalderhaus Museum „Kunst in Schwaz“ – Bezirksgericht – Orglerhaus – Fuggerhaus – Knappenbrunnen – Gasthof zur Kappe – Franziskanerkloster – Pfundplatz – Mathoi-Haus

Neuer „Spielschatz Eng-Alm“ am Großen Ahornboden
Inmitten des Naturparks Karwendel, einem der größten Österreichs, finden Kinder ab Juni 2017 einen echten Schatz zum Spielen. Angelehnt an das Almleben von früher, entsteht auf 2.200 m2 ein Platz zum Spielen, Arbeiten, Klettern, Ausruhen – oder einfach in die Luft schauen.

Die retronovative Silberregion Karwendel schöpft ihre Kraft für Neues aus ihren Wurzeln. Etwa am weltberühmten Ahornboden mit seinen über 2.000 Bergahornen, von denen einige sogar über 700 Jahre alt sind. Oder aus der angeschlossenen Eng-Alm, auf der seit fast einem halben Jahrtausend rund 500 Rinder die Sommerweidezeit verbringen. Um dieses Kulturerbe auch für Kinder erlebbar zu machen, wird im Juni 2017 auf der Eng-Alm auf einer Fläche von 2.200 m2 ein neuer Natur-Spielplatz eröffnet. Er heißt „Spielschatz Eng-Alm“ und umfasst zehn Spielstationen, die den Kindern spielerisch das Almleben von früher vermitteln. Es gibt eine Almhütte mit Stall und Sennerei, einen Heustadl mit Materialseilbahn und ein, mit einem Wasserrad angetriebenes, Butterfass. Rings um die Hütten entstehen naturnahe Spielbereiche in der Landschaft:

Eine Ziegenweide, ein Quellstein mit Wasserspielen. Sie lenken das Augenmerk auf die Pflege der Kulturlandschaft und Herstellung von typischen Alm-Produkten, vom Tiere füttern und melken bis zum „Buttern und Kasen“. Auf der rasanten Traktor-Rennbahn mit Wellen und Steilkurven, in der Tunnelrutsche und im Motorik-Parcours mit Milchkannen-Hindernislauf ist Geschicklichkeit gefragt. Als Schattenspender dienen Bergahorne und Latschenkiefer. Die offizielle Eröffnung findet am 22. Juni 2017 statt.

Stationen auf dem Spielschatz Eng-Alm: geöffnet von Juni bis Ende Oktober
Die Ziegenweide. Der Heustadel mit Materialseilbahn. Die Traktor-Rennbahn. Der Mini-Ahornboden. Die Tunnelrutsche. Die Almhütte. Der Stall. Die Sennerei. Der Quellstein mit Wasserspielen. Der Motorik Parcours.

Silber-Ranger: Fünf Tage und sechs Abenteuer für Familien
Neues erleben, die Geheimnisse der Natur lüften – und unbändige Freude verspüren: Das steht in der Silberregion Karwendel für Kinder und ihre Eltern auf dem Silber-Ranger-Programm.

Prädikat besonders wertvoll: Diesen Stempel könnte man dem Programm aufdrücken, das in der Silberregion Karwendel für Eltern und Kinder gemeinsam entwickelt wurde. Familienurlaub, heißt hier nämlich, dass Groß und Klein ihre Zeit auch tatsächlich miteinander verbringen. Ohne Hektik und Erfolgsdruck, ohne langes Organisieren und Diskutieren gehen Kinder hier von Montag bis Freitag auf „retronovative Spurensuche“, um gemeinsam als Familie Neues zu entdecken. Mit dem Wildnispädagogen Alex werden unter dem Motto „Echte Silber-Ranger kennen kein schlechtes Wetter“, verborgene Plätze und Schätze aufgespürt. Etwa wenn im Stallentaler Wald Spuren gelesen werden. Wohin führen sie? Zu magischen Steinen und gut versteckten Vorratskammern der Waldbewohner?

Nächster Tag, nächstes Abenteuer: Auf leisen Sohlen wie ein Fuchs schleichen die Silber-Ranger zwischen Felsen, durch Wiesen und Wälder des Pillbergs zur Feuerstelle. Dort entfachen sie mit Feuerstein und Schlageisen ihr eigenes Lagerfeuer. Eine weitere Aufgaben muss gelöst werden: Wie holt man Rudi Rucksack, den Helfer in der Not, herbei? Wenn alle mitanpacken, entsteht im Silberwald ein kuscheliger Unterschlupf, ganz ähnlich, wie ihn Eichhörnchen haben. Welche Wildpflanzen darf man essen und wie macht man sich im Wald unsichtbar? Das ist in der tosenden Welt der Wolfsklamm und an der mystischen Abtei St. Georgenberg zu erfahren. Für Gänsehaut sorgen eine Nachtwanderung und unheimliche Tiroler Sagen, denen alle am Lagerfeuer gebannt lauschen. Ausgerüstet mit der Silber-Waschpfanne gilt es, sich seinen Urlaubsschatz für zuhause aus dem Bach zu waschen. Geschützt durch einen „echten Imker-Anzug“ wird das Leben der fleißigen Bienen ganz nah erlebbar. Wer möchte, baut sich ein Insektenhotel für zuhause. www.silberregion-familienurlaub.com

Silber-Ranger-Programm in der Silberregion Karwendel (03.07.–01.09.17)
Mo.: Stallental, 10–16 Uhr: Geheimnisvolle Spuren im Wald
Di.: Pillberg (Loas), 10–16 Uhr: Feuerstein und Schlageisen, Würstel- und Gemüsegrillen am Lagerfeuer
Mi.: Silberwald Schwaz, 10–16 Uhr: Rudi Rucksack, der Helfer in der Not; abends: Silberwald Schwaz, 19–22 Uhr: Mystische Nachtwanderung mit Lagerfeuer
Do.: Wolfsklamm Stans & St. Georgenberg, 10–16 Uhr: Essbare Wildpflanzen und die Kunst des Unsichtbarmachens
Fr.: Weerberg, 10–16 Uhr: Silberwasser und Bienengold (Imker-Besuch Sennhof); 14–16.30 Uhr: Klangspuren Barfuss mit einem tollen Programm
Treffpunkt: Silberregion Karwendel in Schwaz, Parkplatz; Kosten pro Kind und Aufenthalt 10 Euro

Weitere Informationen:
Tourismusverband Silberregion Karwendel
Münchner Straße 11, A-6130 Schwaz
Tel.: +43/(0)5242/63240
www.silberregion-karwendel.com
E-Mail: info@silberregion-karwendel.com

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