Mittwoch, 26. April 2017

Klausen, Barbian, Feldthurns und Villanders: Urlaub und Weingenuss

Genussreise durch den nördlichsten Weißweinkeller Italiens



Sie bilden die Speerspitze der italienischen Weißweine, die Sylvaner, Kerner, Rieslinge und Gewürztraminer, welche im südlichen Eisacktal gekeltert werden. Italiens nördlichster Weißweinkeller ist eine wahre Fundgrube für Kenner.

Rassig, stark, frisch und mineralisch, mit angenehmer Säure: Internationale Weinexperten greifen gern zu klaren Worten, wenn es um die Weißweine aus dem nördlichsten Weinanbaugebiet Italiens geht: das Eisacktal rund um Klausen, Barbian, Feldthurns und Villanders. Klare Testsieger sind es dann auch oftmals, die von den Winzern in mühevoller Arbeit auf teilweise extrem steilen Lagen zwischen 400 und 800 Metern ausgebaut werden. Der Wein-Guide der italienischen Sommeliers „Bibenda 2016“ führt fünf Weine aus dem Eisacktal mit „5 Grappoli“, darunter auch den Kerner Nectaris 2013 der Eisacktaler Kellerei.



Besonders hoch im Kurs sind in diesem Jahr die Sonderlinien „Aristos“. Der „Eisacktaler Sylvaner Aristos 2015“ erreicht im Weinführer Gambero Rosso „3 Bicchieri“. Der Gewürztraminer Aristos 2015 erhielt vom Weinführer der italienischen Sommeliervereinigung Viti die Höchstauszeichnung „Quattro Viti“. Neben Sylvaner, Kerner, Gewürztraminer bilden auch hervorragende Veltliner, Rieslinge, Pinot Grigios und Müller Thurgau die Qualitäts-Speerspitze der Eisacktaler Winzer. Dank der sandigen Urgesteinsböden aus Quarz und Glimmer und der klimatischen Bedingungen mit mediterranen Sommertagen und frischen Bergnächten entwickeln die Trauben auf den rund 300 Hektar Anbaufläche ein besonders intensives Aroma.

Dem kann jeder Weinliebhaber auch persönlich nachgehen: Etwa bei einer kleinen Wanderung zu den sonnigen, steilen Weinhängen der Benediktinerinnenabtei Säben oberhalb von Klausen. Oder auf dem 3,5 Kilometer langen Weinwanderweg, der von Klausen durch die Leitacher Weinhänge an verschiedenen Weingütern vorbei bis nach Feldthurns führt. Als Geheimtipp darf ein Besuch mit Weinverkostung bei einem der vielen privaten Winzer genannt werden, deren Weine ebenso alljährlich Bestnoten erzielen.



Wandern zwischen Wein und Keschtn im südlichen Eisacktal
Schon zu Zeiten der Römer war das Eisacktal einer der wichtigsten Alpendurchgänge. Heute liegen zwischen dem Eisack, den weitläufigen Almen im Mittelgebirge und den Dolomiten viele schöne Routen für Genuss- und „Rundwanderer“ am geografischen Mittelpunkt Südtirols.

Oswald von Wolkenstein, Albrecht Dürer oder Johann Wolfgang Goethe fühlten sich von der Landschaft rund um Klausen, Barbian, Feldthurns und Villanders inspiriert. Auch heute spüren Wanderer in allen Höhenlagen im südlichen Eisacktal den Naturschönheiten nach: in Weingärten, auf Kastanienhainen, Almen und im Mittelgebirge der sagenhaften Dolomiten. Der Weinbau, den die Römer im südlichen Eisacktal begründet haben, ist das Thema auf dem 3,5 Kilometer langen Leitacher Weinwanderweg. Er startet in Klausen und führt durch die steilen und sonnigen Leitacher Weinhänge hoch bis zum „Keschtndorf“ Feldthurns. Dort stößt er auf den 65 Kilometer langen „Eisacktaler Keschtnweg“. Vom Frühling und Sommer bis weit in den Herbst zieht es Naturliebhaber auf diesen malerischen Themenweg im Mittelgebirge, auf dem einige Buschenschänke und Höfe zum Einkehren verlocken. Reizvoll ist auch eine Wanderung von Klausen zum Ansitz Fonteklaus. Schon nach zehn Minuten erreicht man den Dürerstein, von wo aus Albrecht Dürer eine Skizze der Stadt Klausen für seinen Kupferstich „Nemesis – das große Glück“ anfertigte. 



Ebenso beliebt ist die Wanderung von Barbian nach Dreikirchen: An den beiden spektakulären Barbianer Wasserfällen vorbei führt der Weg nach Briol und weiter nach Bad Dreikirchen, einem uralten „Quellheiligtum“ mit drei ineinander verschachtelten Holzkirchen. Das ganze Jahr über ein Erlebnis ist die Rundwanderung auf der Villanderer/Latzfonser Alm, die über eine der größten Hochalmen Europas auf etwa zweitausend Metern Höhe führt und genau am geografischen Mittelpunkt Südtirols liegt. Gasser Hütte, Rinderplatz Hütte, Moar in Plun, Pfroderer Alm, Totenkirchl, Schwarzseen, Stöfflhütte, Moar in Ums, Prackfiederer Jöchl und Marzuner Schupfe sind nur einige der Stationen auf dieser Rundwanderung vor einem sagenhaft schönen Dolomiten-Panorama. Besonderes Vergnügen und Abschalten vom Alltag bieten die neuen Wellnessliegen beim Totensee nahe des geografischen Mittelpunkts Südtirols.

Von Barbian aus peilen Wanderer nebst der naturbelassenen und weitläufigen Barbianer Alm auch das 2.260 Meter hohe Rittner Horn an – allein schon des 360-Grad-Rundumblickes wegen. Die Feldthurner Alm verzaubert mit ihrem alpinen Charakter und dem sagenumwobenen Radlsee sowie der gleichnamigen Radlseehütte. Mit dem Qualitätssiegel „TOP Hütten“ garantieren alle Almhütten besten Service und traditionelle Küche. www.klausen.it/de/365-tage-aktiv/top-huetten-im-eisacktal

Weitere Informationen:
Tourismusverein Klausen, Barbian, Feldthurns und Villanders
I-39043 Klausen, Marktplatz 1
Tel.: +39/0472/847 424,
Fax: +39/0472/847 244

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