Montag, 16. Januar 2017

CMT: Angebot der Schweiz

Schweiz: „Der Wunsch, etwas Authentisches zu erleben“ Berg statt Büro: Zum 100. Jubiläum der Schweizer Tourismuswerbung setzt man in Kantonen auf Naturerlebnisse / Ankünfte-Plus trotz Wechselkurs




Die ungünstige Entwicklung des Euro im Vergleich zum Franken bot zuletzt Raum
für Spekulationen um die Schweizer Tourismusindustrie. Im Land der Eidgenossen
sieht man die Lage indes wesentlich entspannter: „Wir hatten ein nicht so
schlechtes Jahr, wie überall kolportiert wurde“, sagte Jörg Peter Krebs, Leiter von
Schweiz Tourismus Deutschland, am Sonntag auf der CMT. „Im Herbst haben wir
viel aufgeholt.

Es gab insgesamt ein knappes Minus, aber auch ein Ankünfte-Plus.“
Mit dem Schwerpunktthema der kommenden zwei Jahre, „Die Natur will dich
zurück“, bewirbt man nun verstärkt die urwüchsigen Naturschönheiten des
Alpenstaates. Der Titel an sich sei ein absolutes Novum, scherzte Krebs. „Die
touristische Landeswerbung wird 2017 hundert Jahre alt, aber es ist das erste Mal,
dass wir unsere Gäste duzen!“

Die Natur als Trumpf bietet in touristisch unruhigen Zeiten freilich ein stabiles
Fundament: „Jeder hat ein anderes Verständnis von Urlaub“, meinte Krebs, „aber
den Wunsch, etwas Echtes, Authentisches zu erleben, gibt es immer. Um uns
herum wird alles immer schneller und hektischer. Wichtig ist, dass man auch
genießen und abschalten kann. Und wo kann man das besser als bei uns?“

Die neue, umweltschonend auf Recyclingpapier gedruckte Broschüre beginnt mit
einem herzlichen „Grüezi“ und entführt den Leser auf eine Reise durch unberührte
Wälder, vorbei an klaren Seen, über Höhen und Gipfel. Überall gibt es
Authentisches zu erleben und zu entdecken: beim Wandern „auf den Spuren der
Erdgeschichte“ in Graubünden, bei der Mineraliensuche im Binntal, aber auch bei
einem Käsereibesuch in Gruyères oder beim Fischfang morgens früh um vier auf
dem Bodensee. „Naturnah übernachten“ lässt sich in ausgewählten Unterkünften
aller Kategorien, am besten auf einer urigen Alphütte ohne WLAN oder Fernsehen.

Für einen vergleichsweise schnellen Rundumschlag empfahl Krebs die bereits gut
etablierte „Grand Tour of Switzerland“, die in zehn Etappen durch die Schweiz
führt und dabei vier Sprachregionen, zwölf UNESCO-Welterbestätten und 22 Seen
abdeckt. Ein Erfolgskonzept: „Bisher hatten wir fast 55 000 Gäste auf der Tour,
und die Kundenzufriedenheit liegt bei 9,24 von zehn Punkten.“ Erstmals ist die
Grand Tour auch durchgängig mit dem Elektromobil befahrbar – entlang der 1600
Kilometer langen Strecke finden sich rund 200 Ladestationen. „Das ist einmalig“,
freute sich Krebs. „Auf der Route 66 bekommen Sie das jedenfalls nicht!“

Info:
www.MySwitzerland.com


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