Dienstag, 26. Juli 2016

Bayerischer Wald: Bodenständigkeit als Kulturgut

Bayerischer Wald:
Bodenständigkeit als Kulturgut – 
ein wertvolles Erbe
 


Im Bayerischen Wald besinnt man sich gerne auf seine Wurzeln. Erdverbunden, die eigenen Ressourcen und Traditionen schätzend, ist hier über Jahrhunderte ein Bewusstsein für die Bedeutung der eigenen Region entstanden. Das Wissen um den Wert der Heimat und der Produkte, die aus ihr hervorgehen, bilden gemeinsam mit der Bodenständigkeit und den Jahrhunderte alten Gepflogenheiten ein schützenswertes Kulturgut. 

  
Uralt und trotzdem lebendig: Brauchtum im Bayerischen Wald
Im Bayerischen Wald ist das Jahr gespickt mit Traditionen und feierlichen Ritualen. Egal ob Oster- und Pfingstbräuche, Johannisfeuer, Martiniritte, das spektakuläre Wolfauslassen oder auch die schaurig-schönen Rauh- und Lousnächte, das Brauchtum ist hier so lebendig wie nie. Auch jetzt, im Spätsommer und Herbst, pflegen die Menschen ihre Bräuche und feiern ihre Feste, aus reiner Freude an Gemeinschaft und Tradition. Authentischer kann man im Urlaub eine Region kaum erleben. Am 21. August 2016 geht mit der Arberkirchweih das älteste Bergfest des Bayerischen Waldes über die Bühne. Am 28. August 2016 befasst sich der große Festzug des Kötztinger Rosstags mit dem Motto „Landwirtschaft und Handwerk von damals“. Bei den Erntedankfesten um den Michaelstag wie beispielsweise am 29. September 2016 in Schönberg in der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald finden  Feste mit Segnung der großen Erntekrone und  Erntedankzug statt. 



Handgerührt und selbstgemacht: Frische Bayerwald-Schmankerl
Dankbar für die kulinarische Vielfalt im Bayerischen Wald sind Gäste und Einheimische auch wenn sie sich entlang kristallklarer Bäche, durch duftende Kräutergärten und in steinpilzaromatisierten Wäldern bewegen. Hier liegt nämlich der Ursprung der echten Bayerwald-Schmankerl. Die hausgemachten Spezialitäten aus regionalen Zutaten verwöhnen in Restaurants und Gasthöfen den Gaumen und werben für einen Genussurlaub im Bayerischen Wald, wo die Menschen seit jeher nachhaltig mit vorhandenen Lebensmittelressourcen wirtschaften. Im Kulinarischen Schaufenster mit eigenem Schmankerl-Imbiss und Einkaufsmöglichkeit in Zwiesel reicht die Produktpalette von Deftigem wie Geselchtem, Wildsalami, geräucherter Forelle, Ziegenkäse, Kräutersalz, Butter und Bauernbrot über Bayerwaldpralinen, Waldhonig und Marmelade bis hin zu Säften, Bier in allen Variationen sowie einer exquisiten Auswahl von Hochprozentigem. 



Authentisch und schmackhaft: Dampfbier aus Zwiesel
Kaum ein Produkt verbindet Bodenständigkeit mit Tradition und Kultur so authentisch wie das Bier. Auch im Bayerischen Wald wird der Braukunst als traditionsreichem Handwerk beispielsweise in der 1. Dampfbierbrauerei Zwiesel gefrönt. Das Dampfbier als obergäriges Bier schmeckt entsprechend mild. Der Brauereigründer Wolfgang Pfeffer verwendete für die Herstellung statt dem zu der Zeit raren Weizenmalz reines Gerstenmalz. Mit dem Einzug der Kältetechnik wurden untergärige Biere populär und das Dampfbier geriet in Vergessenheit. Zum 100-jährigen Jubiläum der Brauerei im Jahr 1989 wurde es erstmalig wieder eingebraut. Seitdem wird das Dampfbier traditionell in der Bügelverschlussflasche abgefüllt, wobei jede Flasche  per Hand zugemacht wird. Ein Stück Tradition wurde wieder zum Leben erweckt und die Ursprünglichkeit der Region ins Bewusstsein zurückgeholt, so ist er eben der Bayerische Wald: bodenständig und traditionsverbunden.

Fotos: Tourismusbüro Waldkirchen/Foto Hintermann, Tourismusverband Ostbayern e.V./Stefan Gruber/G. Denger

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