Donnerstag, 19. Mai 2016

Ruhpolding: zwischen Chiemsee und Chiemgauer Alpen

Ruhpolding:  
Bayern-Golf mit Olympia-Flair



Was haben Tobias Angerer, Michi Greis, Felix Loch, Simon Schempp und Kati Wilhelm gemeinsam? Sie alle sind Gewinner einer olympischen Medaille – und Mitglieder im Golfclub Ruhpolding. Der 18-Loch-Platz gehört zu den reizvollsten in ganz Bayern, sowohl für „Greenhorns“ als auch für Pros.

Die weite, sanft-hügelige und gut begehbare Landschaft des Miesenbacher Tals, durch das die weiße Traun hindurchfließt, ist von Natur aus ein ideales Golfgelände. Die Beckenlage sorgt für ein mildes Klima mit viel Sonnenschein und schützt vor Wind und Nebel. Die Par-72-Anlage erstreckt sich über 86 Hektar auf weiten Naturwiesen und ehemaligen Viehweiden und wird gesäumt von Obstgärten, typischen oberbayerischen Gutshöfen, dunkelgrünen Wäldern und den Chiemgauer Alpen am Horizont.

Alte Baumbestände und Biotope, Wasserhindernisse und die malerischen Natur-Wasserläufe wie Etzgraben und Windbach schaffen die Herausforderungen auf den 18 Holes. Nummer 13 ist mit beachtlichen 570 Metern Länge ein Par 5 und die längste Bahn im gesamten Chiemgau. Der Golfclub Ruhpolding gehört eindeutig zu den attraktivsten in Bayern – man könnte sogar sagen: Er ist ideal für Olympioniken. Golf ist bei den diesjährigen Sommerspielen erstmals wieder eine olympische Disziplin. Für Golfer mit „Trainingsrückstand“ gibt es in Ruhpolding eine große Übungsanlage. Außerdem sind in einem Radius von nur 25 Kilometern neun weitere Plätze zu finden: darunter Chieming, Reit im Winkl, Achental oder etwa Kössen in Tirol und Salzburg-Klessheim. In rund einer Stunde Autofahrt sind auch Bad Tölz, Kitzbühel oder Mondsee erreicht.

Bilderbuch-Sommer zwischen Chiemsee und Chiemgauer Alpen
Viele Menschen kommen nach Ruhpolding, um die typisch bayerische Landschaft, Lüftlmalerei und Lebensart kennenzulernen. Wanderer, Biker und Golfer, aber auch Familien, Brauchtumsfans und stille Genießer finden hier ihr Stück vom Sommerglück.

Ruhpolding liegt ganz im Südosten Bayerns im Landkreis Traunstein. Rund 20 Kilometer nordwestlich breitet sich der Chiemsee aus, rund zehn Kilometer im Süden erhebt sich an der Grenze zu Salzburg der höchste Gipfel der Chiemgauer Alpen: das 1.961 Meter hohe Sonntagshorn. Dazwischen liegen das Miesenbacher Tal, durch das die weiße Traun plätschert, und der bekannte Urlaubsort Ruhpolding. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts, als die Eisenbahnlinie nach Traunstein eröffnet wurde, kamen die ersten Sommerfrischler nach Ruapading“, um die gute Luft auf etwa 650 Metern, die liebliche Landschaft und das Landleben zu genießen. Lüftlmalerei und Trachten gehören nach wie vor zum Alltagsbild – und der Dialekt zum guten Ton. Heute bringt die liebliche Wiesenlandschaft inmitten der sanft-grünen Chiemgauer Alpen mit ihren drei Seen in „Klein-Kanada“ Familien, Wanderer, Biker und Golfer in Gang, im Winter Langläufer, Skifahrer und Biathleten. Kulturreisende entdecken ringsum Attraktionen wie den Chiemsee, den Königssee oder Salzburg. Erreichbar ist Ruhpolding einfach über die Autobahn München–Salzburg. Von München benötigt man mit dem Auto rund eine Stunde hierher, von Stuttgart drei Stunden.

Ruhpolding – Anreise
Auto & Bus: Autobahn A8, München–Salzburg, Ausfahrt Siegsdorf – 8 km bis Ruhpolding
Bahn: DB-Zielbahnhof Traunstein, stündlich Verbindungen mit der Südostbayernbahn (DB) nach Ruhpolding (Fahrzeit ca. 20 Min.)
Flug: Zielflughaften München 140 km, Salzburg nur 40 km – Weiterfahrt mit Mietwagen/Taxi

Feste feiern und typisch bayerisch genießen
Eine typisch bayerische Brotzeit gehört zum Urlaub in Ruhpolding dazu. Dabei darf der legendäre „Obatzte“ nicht fehlen, jene würzige Käsecreme, die mit Brezen serviert wird. Oder köstlicher Speck und Käse von den Almen in den Chiemgauer Alpen. In den Gasthöfen und Wirtshäusern von Ruhpolding bestimmen regionale Lebensmittel und typisch bayerische Köstlichkeiten aus Großmutters Rezeptschatz die Speisekarten. Jeder, der einmal Butternudeln mit Sauerkraut probiert hat, lässt sich gern zu weiteren Besonderheiten der Küche im südlichen Chiemgau überreden.

Gelegenheiten dazu liefern die vielen bayerischen Feste in Ruhpolding: vom hochsommerlichen Dorffest (27.08.16) und zum spätsommerlichen Georgiritt (04.09.16) bis zum herbstlichen Almkirta (02.10.16). Viele Gäste nehmen von ihrem Ruhpolding-Urlaub das Ruhpoldinger Bier mit nach Hause, das die bekannte Brauerei Wieninger seit 2015 anbietet. Auf das nach traditionellem Rezept gebraute Bier sind die Ruhpoldinger ebenso stolz wie auf ihr Mineralwasser: Die Ruhpoldinger St. Georgs Quelle zählt zusammen mit der St. Leonhards Quelle zu den führenden Mineralwässern in Deutschlands Naturkosthandel. Im Ruhpoldinger Ortsteil Maiergschwendt kann man das köstliche Nass selber zapfen. Und „zum Dessert“ empfiehlt sich ein Besuch bei der berühmten Windbeutelgräfin. Freifrau von Somnitz hat 1949 auf dem Mühlbauernhof aus dem 16. Jahrhundert ein historisches Bauernhauskaffee aufgemacht. Heute noch werden auf der Sonnenterrasse, in der urgemütlichen Bauernstube und im Kaffeekannenzimmer ihre traditionellen Windbeutel mit Sauerkirschen und Sahne serviert.

Ruhpolding: Veranstaltungen Sommer 2016
Juli–Oktober 2016: Opern- und Konzerttage
27.08.16: Dorffest
04.09.16: Georgiritt mit verkaufsoffenem Sonntag
02.10.16: Almkirta

Vom Holzknechtmuseum bis zu König Ludwigs Herrenchiemsee
Bis vor etwa 100 Jahren bestimmten sie den Alltag in Ruhpolding: Die Holzknechte, die das Holz aus den Ruhpoldinger Bergwäldern auf der weißen Traun und ihren Seitenbächen wie der Urschlauer Ache bis zur Saline Traunstein „trifteten“. Die Klausen in Röthelmoos und Seehaus sowie das Ruhpoldinger Holzknechtmuseum erinnern an die gefährliche Arbeit, die für die Gewinnung des wertvollen Salzes notwendig war. Sehenswert sind in Ruhpolding außerdem die „talbeherrschende“ barocke St. Georgskirche mit der Ruhpoldinger Madonna aus dem 12. Jahrhundert, das lüftlbemalte Rathaus, der original erhaltene rustikaverzierte Bahnhof oder das herzögliche Jagdschloss, das heute ein Heimatmuseum beherbergt.

Kulturinteressierte zieht es in die Filialkirche St. Valentin in Zell und die Wallfahrtskirche Maria Schnee in Urschlau. Für Ausflüge ins Bayerische und Salzburgerische ist die Lage von Ruhpolding ebenso ideal. Zum Chiemsee und König Ludwigs Schloss Herrenchiemsee sind es 15 Minuten, zum Waginger See 30 Minuten und nach Salzburg nur 40 Minuten. Auch Rosenheim, Berchtesgaden und Königssee sowie München liegen innerhalb eines Radius von einer Stunde Autofahrt. Mit der eXtra Karte, die jeder Ruhpolding-Gast beim Einchecken kostenlos erhält, sind viele Freizeitaktivitäten kostenlos.

eXtra Karte (bis 06.11.16)
Erlebnis- und Wellnessbad Vita Alpina, Rauschbergbahn, Unternbergbahn, Familien-Freizeitpark, Freibad, Holzknechtmuseum, Heimatmuseum, Glockenschmiede-Museum, Dorflinie, Parken auf öffentlichen Parkplätzen, Busfahrten bis Reit im Winkl, Inzell und Bad Reichenhall, Kinderprogramm, Qigong, Stadionführung Chiemgau Arena, geführte Wanderungen, Nordic-Walking-Touren, Heimatabende, Kurkonzerte

Urlaub beim Märchenkönig in den Chiemgauer Alpen
Eine mächtige Barockkirche, alte Bürgerhäuser mit Lüftlmalerei, die Chiemgauer Alpen am Horizont und ein Freizeitpark rund um die denkmalgeschützte „Hörndlsäge“ aus dem 17. Jahrhundert: Das bayerische Ruhpolding ist ein Familienferienort zwischen Tradition und Zeitgeist.


Früher wurden im Bergwald bei Brand mit Hilfe von Wasserkraft und einem Räderwerk krumme Hölzer für Schlittenhörner und Pferdegeschirre gesägt. Heute geben Wackelfahrräder, eine Bergachterbahn und ein Drachenritt-Karussell den Takt vor. Extralange Rutschen, ein Kraxelmax-Baum und ein Abenteuer-Spielgelände mit Lianenschwingen bringen Tempo in den Ferientag im Freizeitpark Ruhpolding.

Seit Jahrzehnten ist er „der Renner“ bei Familien. Auch rund um ihn sind im Laufe der Jahre immer noch mehr Attraktionen entstanden: etwa das Erlebnisbad Vita Alpina mit Riesenrutsche, Wasserspielplatz und Meeresbrandung. Oder der Ruhpoldinger Sagenweg mit den Figuren aus den alten Ruhpoldinger Geschichten sowie der Märchenwanderweg mit einer Glücksgrotte und einer Bärenhöhle. Auf der Naturbühne des Märchenwaldes führt der Ruhpoldinger Theaterverein im Sommer mehrmals Mythen und Märchen auf. Für noch mehr Abwechslung sorgen Führungen im Bergwald-Erlebniszentrum zu Themen wie „Insektenjagd“, „Vom Sämling zum Schrank“ sowie der Besuch im Holzknechtmuseum am Eingang des Fischbachtals. „Klein Kanada“ ist der umgangssprachliche Name eines Naturschutzgebiets mit Löden-, Mitter- und Weitsee, drei der wärmsten Badeseen Bayerns. Familientaugliche Sportarten bieten der Gestütshof Brendlberg sowie die Spiel-, Minigolf- und Tennisplätze rund um Ruhpolding. Mit der eXtra Karte sind Freizeitpark, Erlebnisbad, Museen, Bergbahnen, Dorf- und Regionalbus täglich gratis.

eXtra Karte (bis 06.11.16)
Erlebnis- und Wellnessbad Vita Alpina, Rauschbergbahn, Unternbergbahn, Familien-Freizeitpark, Freibad, Holzknechtmuseum, Heimatmuseum, Glockenschmiede-Museum, Dorflinie, Parken auf öffentlichen Parkplätzen, Busfahrten bis Reit im Winkl, Inzell und Bad Reichenhall, Kinderprogramm, Qigong, Stadionführung Chiemgau Arena, geführte Wanderungen, Nordic-Walking-Touren, Heimatabende, Kurkonzerte

Weitere Informationen:
Tourist Info Ruhpolding
D-83324 Ruhpolding, Hauptstraße 60
Tel: +49/(0)8663/8806-0
E-Mail: tourismus@ruhpolding.de


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