Samstag, 21. Februar 2015

Südtirol: Urlaub rund um Klausen

Klausen, Barbian, 
Feldthurns, Villanders: 
Zwischen flammenden Almrosen 
und bleichen Bergen



Südtirol ist ein historisches Kultur- und Bauernland mit 700 Almen. Rund um die mittelalterliche Künstlerstadt Klausen liegen die schönsten und weitläufigsten Sommerweiden „im Angesicht der sagenumwobenen bleichen Berge“ – der Dolomiten. Die Hochalmen von Barbian, Latzfons, Feldthurns und Villanders bieten Natur pur.


Das mittelalterliche Künstlerstädtchen Klausen ist Ausgangspunkt für Almwanderungen, Touren auf Spuren der Bergknappen und „Genussexkursionen zur flammenden Alpenrosenblüte“. Die Barbianer, Feldthurner und Villanderer Almen, die Latzfonser-Alm und der Kühberg bilden zusammen eines der schönsten und weitläufigsten Wandergebiete Südtirols zwischen Sarntaler Alpen und Eisacktaler Dolomiten. Die Villanderer Alm ist der geografische Mittelpunkt Südtirols und eröffnet einen unglaublichen Rundumblick auf die Dolomiten, die zum UNESCO-Weltnaturerbe zählen. 


Ein beliebtes Ziel ist der Totensee auf 2.200 Metern. Nur wenige Kilometer sind es von der Region Klausen ins Grödnertal und auf die Seiser Alm. Von der Raschötz Alm im Naturpark Puez Geisler sind die Bergriesen Lang- und Plattkofel zum Greifen nah – und man überblickt das gesamte südliche Eisacktal sowie das Grödnertal. Die vielen Almhütten kredenzen allerdings auch beste Aussichten auf eine legendäre Südtiroler Marende mit den regionalen Spezialitäten. 


Ein hochsommerlicher Höhepunkt ist die Bergwoche auf der Feldthurner Alm (08.–09.08.15): Wie vor 50 Jahren werden die Almwiesen mit ihren typischen Schupfen in Gemeinschaftsarbeit händisch gemäht und mit dem Rechen zusammengebracht. Alle packen an – Jung und Alt, Frauen und Männer. Natürlich gibt es nach der harten Arbeit eine köstliche Almjause, übernachtet wird im Heuschuppen – ausgelassen gefeiert am malerischen Radlsee.

Im Eisacktaler Süden kommen Rennradler und Biker in die Gänge
Das südliche Eisacktal rund um Klausen, Barbian, Feldthurns und Villanders hat für alle Gänge von Mountainbikes und Rennrädern etwas zu bieten: Auf dem Eisacktaler Radwanderwegtreten Rennradler und gemütliche Sightseeing-Radler in die Pedale. Die Almen, das Mittelgebirge und der nahe Ritten spornen Mountainbiker an.


Zu den leicht gängigen Radausflügen in den südlichen Eisacktaler Dolomiten zählt die Brennerradroute durch das Eisacktal bis Bozen mit „Etappenstädten“ wie Klausen, Brixen oder Sterzing zum Sightseeing und Kultur genießen. Rennradler schalten auf der 22 Kilometer langen „Schieffahrt Klausen-Barbian-Villanders“ herunter. Mountainbiker treten rund um Klausen an: 




Zur Wahl stehen „steile“ Herausforderungen mit über 1.000 Meter Höhendifferenz wie etwa von Barbian auf das Rittner Horn, die Feldthurner Alm-Tour oder die Klausner Hüttentour. Weniger Höhenmeter, aber nicht minder schöne Aussichten und Ziele, halten die Rundtour auf die Barbianer Almen, der alte Waalweg bei Villanders, die Tour von Villanders nach Dreikirchen und durch das Tinnetal zum Bergknappenkirchlein St. Anna bereit.

An sonnigen Herbsttagen packt die Kastanienrunde von Klausen über Villanders und Barbian auf den Ritten unvergessliche Natureindrücke in den Rucksack. Die Ausblicke auf die Dolomiten mit dem imposanten Schlern sowie die Erdpyramiden am Ritten prägen sich tief ein. Da der Keschtnweg die Tour schneidet, gibt es auch Gelegenheiten für eine köstliche Einkehr in einem der vielen Buschenschänke




Wer sich die bikemobil Card organisiert, kann damit sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol benutzen und sich dort und da die An- oder Rückreise verkürzen. Ein Tipp beispielsweise: Mit der Bahn nach Bozen, mit der Seilbahn auf den Ritten und von dort mit dem Bike „downhill“ nach Barbian. Überdies können sich alle bikemobil-Card-Inhaber auch einen Tag ein Fahrrad ausleihen. Kräftesparend ist eine Tour mit dem E-Bike, bei der sich einfach „Wattpower“ dazu schalten lässt.

Südtirol Balance: Zeit für Bewegung im Eisacktal
Das südliche Eisacktal rund um Klausen, Barbian, Feldthurns und Villanders liegt in der geografischen Mitte Südtirols und bietet mit seinen Hochalmen und dem Mittelgebirge viele Möglichkeiten für Sport in freier Natur. Im Mai und Juni 2015 werden dort Aktivitäten geboten, mit denen die Urlauber „Schritt für Schritt“ zu ihrem inneren Gleichgewicht gelangen.



Ganz egal, wie man es rund um Klausen, Barbian, Feldthurns und Villanders „angeht“: Die idyllischen Orte, die Weingärten und Kastanienhaine, die Almen, die Gipfel der Eisacktaler Dolomiten und der freie Blick auf die umliegende Berglandschaft machen es leicht, beim Gehen die eigene Mitte zu finden. Unter dem Namen „Südtirol Balance“ werden begleitete Erlebnis-Packages geschnürt, bei denen der Weg selbst das Ziel ist. Andere „Orte der Balance“ kann man auf eigene Faust erkunden und die Kraft auf sich wirken lassen.


Kneippwandern und Geh-Meditation
Pfarrer Sebastian Kneipps ganzheitliches Gesundheitskonzept ist die Grundlage einer geführten Balance-Wanderung an den Barbianer Wasserfällen. Eine Therapeutin instruiert beim Wassertreten im kühlen Gebirgsbach, beim Barfußgehen und beim bewussten Spüren des Bodens. Sie informiert über die Heil- und Wildkräuter am Wegrand und leitet Entspannungsübungen unter freiem Himmel. Die dreistündige Kneippwanderung lässt ein ganz neues Körpergefühl entstehen.

Die Geh-Meditation auf der Villanderer Alm dient vor allem der Entschleunigung. Durch Wahrnehmungsübungen in freier Natur, Geh-Meditationen und meditative Texte entdecken die Teilnehmer die Kraft der Langsamkeit, den eigenen Lebensrhythmus und bringen so Körper und Geist in Einklang. Und sie merken: Es geht ums Unterwegssein, nicht ums Ankommen – und um eine Wanderung zu sich selbst.

Südtirol Balance
Kneippwandern bei den Barbianer Wasserfällen mit Expertinnen Rosmarie Rabanser Gafriller oder Elisabeth Sagmeister Prader, jeden Do. ab 7. Mai bis Ende Juni, 10–13 Uhr – Preis: 8 Euro
Geh-Meditation auf der Villanderer Alm mit Expertin Monika Engl, am Fr., 1., 8., 15. + 22. Mai bzw. Mi., 27. Mai und Fr., 12. + 26. Juni, 10–16 Uhr – Preis: 6 Euro

Kraftplätze zum Innehalten und Auftanken
Die Erlebnisregion rund um die Künstlerstadt Klausen ist uraltes Kulturland mit einem reichen geschichtlichen Erbe. Einige Kraftorte können auf eigene Faust erkundet werden: etwa das Kloster Säben, das von Klausen aus über die Säbener Promenade einfach erreichbar ist und auch Akropolis von Tirol genannt wird.

Der Säbener Berg war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Im Altertum lag auf ihm eine spätrömische Siedlung, im frühen Mittelalter war er ein Bischofssitz. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass von dort aus der christliche Glaube in ganz Tirol und über den Alpenraum hinaus verbreitet wurde. Seit dem 17. Jahrhundert befindet sich am Säbener Berg ein Benediktinerinnenkloster – mit einer Marienkapelle und drei Kirchen: der Heilig-Kreuz-Kirche, der Klosterkirche und der Liebfrauenkirche. Das Klosterensemble ist ein Ort voller Mystik, Kraft und Stille an dem es leicht fällt, seine Gedanken zu ordnen. Ein anderer „Rastplatz für die Sinne“ ist der Kastanienhain bei Moar zu Viersch in Feldthurns. Jahrhunderte alte Kastanienbäume säumen den Eisacktaler Keschtnweg rings um den idyllischen Ferienort Feldthurns, der „Heimat der Kastanie“. Mittendrin, auf einer Anhöhe im Mittelgebirge, liegt die schlichte Hauskapelle des Anwesens Moar zu Viersch.



Die Ruhe und Harmonie an diesem Platz ist ideal zum Luftholen, Abschalten und die Blicke schweifen lassen: über die herrliche Natur ringsum, das Tal und die Bergspitzen der Dolomiten auf der gegenüberliegenden Talseite. Voller Energie ist auch das uralte Quellenheiligtum Dreikirchen bei Barbian mit drei ineinander verschachtelten, gotischen Kirchen und Türmen aus verwittertem Holz. Die Kraft der Einfachheit verblüfft am „Gesamtkunstwerk“ der Pension Briol, die eng an den Hügel geschmiegt oberhalb von Bad Dreikirchen liegt und nur auf dem Fußweg erreichbar ist. Das schnörkellose und schlichte Ambiente vermittelt eindrucksvoll, dass es nicht viel braucht, um glücklich zu sein.

Klausen, Barbian, Feldthurns, Villanders: Familienurlaub zwischen Mittelalter und Mittelgebirge
Heute Knappe im Pfunderer Silberbergwerk bei Villanders, morgen Burgfräulein auf Schloss Velthurns, übermorgen Goldwäscher im Plumpfbach auf der Villanderer Alm: in der Ferienregion rund um die mittelalterliche Künstlerstadt Klausen haben Kinder und Familien volles Programm.

Im Sommer sorgen die Kinderwochen in Klausen, Barbian, Feldthurns und Villanders für volles Programm bei den Mädchen und Burschen. Während die Kleinen auf Schatzsuche im Bergwerk sind, im Steinofen Pizza backen oder „hoch zu Pony“ die Welt erobern, genehmigen sich die Eltern ein paar Stunden Auszeit zu zweit. Macht die Familie einmal gemeinsame Sache, gibt es in der geschichtsträchtigen Region rund um Klausen Interessantes zu entdecken: Etwa bei Führungen durch die mittelalterlichen Städtchen und Dörfer mit ihren verwinkelten Gassen und der reichen Vergangenheit. 


Ganz oben auf der Beliebtheitsskala von Familien stehen außerdem Wanderungen zu den „berauschenden“ Barbianer Wasserfällen mit ihrem Nixenteich oder zu einem der vielen typischen Südtiroler Bergbauernhöfe. Die Wanderführer haben für die Kinder ein offenes Ohr und wissen auf (fast) alles die richtige Antwort. Spannend für Groß und Klein sind die Archeoparks in Feldthurns und Villanders mit ihren Funden aus der Steinzeit oder Schloss Velthurns als einstige Sommerresidenz der Brixner Fürstbischöfe. 




Mit der Gäste-Service-Karte „Klausen Card – Alps & Wine“ haben Familien über 80 Museen und sämtliche öffentliche Verkehrsmittel in Südtirol in der Tasche, aber auch alle Schwimmbäder der Erlebnisregion (www.klausencard.info).

Südliche Eisacktaler Dolomiten: Kulturwanderungen zwischen Wolkenstein und Wallfahrt
Das südliche Eisacktal rund um Klausen, Barbian, Feldthurns und Villanders steht für einen Berg-, Almen- und Wanderurlaub „im Angesicht“ der Dolomiten – und packt zusätzlich eine ordentliche Portion Geschichte und Naturgeschichte in den Rucksack.

In Talnähe haben Kulturwanderer im südlichen Eisacktal einige Pflichtziele im Visier: Allen voran das Kloster Säben mit seinen vier Kirchen, das von Klausen aus über den Promenadenweg und die Burg Branzoll erreichbar ist. Der „Heilige Berg“ zählt zu den ältesten Wallfahrtsorten Tirols. Kulturfans zieht es auch zum Dürerstein, von wo aus Albrecht Dürer im 14. Jahrhundert eine Skizze der Stadt Klausen für seinen Kupferstich „Nemesis – das große Glück“ anfertigte.

Nicht minder „malerisch“ ist die Defregger-Gasse in Villanders, die Franz von Defregger in seinem berühmten Bild „Das letzte Aufgebot“ verewigte. Beeindruckend ist der Barbianer Wasserfallweg, der nicht nur zum sehenswerten Wasserfall samt Nixenteich führt, sondern auch zum historischen Gasthof Briol und weiter zum gotischen Kirchenensemble Bad Dreikirchen


Die „Kul-Tour“ von Barbian nach Kollmann eröffnet eine herrliche Aussicht auf die Trostburg auf der gegenüberliegenden Talseite. Sie gilt als eine der schönsten Schlossanlagen Südtirols und Heimat des Minnesängers Oswald von Wolkenstein. Eine lohnende Herbstwanderung im Mittelgebirge verläuft entlang des „Keschtnweges“, der sich von Brixen über Feldthurns, Villanders und Barbian bis in den Bozner Talkessel erstreckt. Auch die weitläufigen Hochalmen oberhalb von Barbian, Feldthurns und Villanders sind eine Eroberung wert. Die Villanderer Alm auf zweitausend Metern ist eine der größten Hochalmen Europas mit sagenhaftem Rundumblick auf die Dolomiten. 


Geübte Bergsteiger „packen“ den Villanderer Berg (2.509 m), der fast senkrecht ins Sarntal abfällt, oder den sagenumwobenen Königanger (2.439 m) als höchste Erhebung in Feldthurns mit dem malerischen Radlsee. Hoch geschätzt im wahrsten Sinne des Wortes ist die Kassianspitze (2.581 m) mit dem Latzfonser Kreuz als höchstem Wallfahrtskirchlein Europas und dem „schwarzen Herrgott“.

Info:
Tourismusverein Klausen, Barbian, Feldthurns und Villanders
I-39043 Klausen, Marktplatz 1
Tel.: +39/0472/847 424
Fax: +39/0472/847 244

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