Freitag, 27. Februar 2015

Südtirol: Frühlingsurlaub in Lana

Lana in aller Munde: 
Gastro-Genüsse vom Frühling bis in den Herbst




In Lana trifft die kulinarische Tradition Mitteleuropas auf die italienische Liebe zum guten Essen. Das Ergebnis sind eine überdurchschnittlich gute Gastronomie und regelmäßige Genussfeste – von den Blütenfesttagen und den Wildkräuterwochen im Frühling bis zu den Kastanientagen „Keschtnriggl“ im Herbst.

Die köstlichen Veranstaltungen von Lana & Umgebung machen die regionale Vielfalt, das hohe kulinarische Niveau und das mediterran-alpine Lebensgefühl mit allen Sinnen erlebbar: Gault-Millau-Haubenrestaurants, traditionelle Gastwirtschaften und bäuerliche Kulinarik-Feste setzen saisonale Akzente. Das kulinarische Frühlingserwachen startet die „Bäuerliche Genussmeile“ (11.04.15) mit Schmankerln aus Äpfeln, Wildkräutern und Spargel im Rahmen der 20. Blütenfesttage (05.–19.04.15). Die Wildkräutertage (29.04.–17.05.15) servieren Originelles und Schmackhaftes aus der Kräuterküche, dazu Heilmittel- und Kochkurse sowie Kräuterwanderungen. Von Juni bis August machen die „Langen Donnerstage“ im Kern von Lana Appetit auf die südliche Lebensfreude. „Würze“ in diese Abende bringen nicht nur das Late-Night-Shopping und das Unterhaltungsprogramm, sondern vor allem die Spezialitäten, die bei Live-Musik unter freiem Himmel angeboten werden.

Der Bauernmarkt jeden Dienstag auf dem Rathausplatz von Lana ist ein Treffpunkt für qualitätsbewusste Genießer. Im Oktober, wenn der Duft nach gerösteten Kastanien in der Luft liegt, wird der „Keschtnriggl“ (17.10.–01.11.15) gefeiert. Zum traditionellen Törggelen treffen sich Lebensgenießer in urigen Kellern und Buschenschänken bei jungem Weinen und hausgemachten Spezialitäten. 



Echte Qualität am Berg und echtes Erlebnis am Kränzelhof
Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und Qualität zeichnen Südtirols Landwirtschaft aus. Das neue Gütesiegel „Echte Qualität am Berg“ prämiert Hüttenwirte, die für „höchsten“ Genuss stehen und unterstreicht die Top-Qualität ihrer bäuerlichen Erzeugnisse. Zu den in Lana und Umgebung ausgezeichneten Betrieben zählt die Jausenstation Hoferhof in Tscherms bei Lana, hoch über Castel Lebenberg, mit herrlichem Blick über das Etschtal und einer ebenso sehenswerten Speisekarte.

Ebenso prämiert wurde der Buschenschank Wieslerhof in Burgstall, welchen Wanderer auf der Höfetour-Burgstall-Rundwan­derung entlang des Kirchenweges gar nicht verfehlen können. Einen Großteil der Südtiroler Lebensart macht die Bereitschaft aus, neue Wege zu gehen. So wie Franz Graf von Pfeil, der im 650 Jahre alten Ansitz Kränzel in Tscherms seine Vision verwirklicht hat, mit Kreativität und Individualität etwas Neues und Einzigartiges zu schaffen. Die ehemalige Kränzelmühle der mittelalterlichen Hofanlage beherbergt heute das Restaurant Miil (Dialekt für Mühle). Küchenchef Othmar Raich serviert regionale Gerichte und erlesene Weine vom „Haus-und-Hof-Weingut“ am Kränzelhof. Sehenswert sind auch die sieben Gärten rings um den Kränzelhof mit Apfelbäumen, Weinstöcken, Kunst und Inspiration in der Natur. www.lana.info/essen-trinken

In der Apfelgemeinde Lana haben Wanderer die „Qual der Waal“
Mediterran-alpines Lebensgefühl auf Schritt und Tritt, herrliche Ausblicke auf die Südtiroler Bergwelt und spannende Einblicke in eine alte Kulturlandschaft: Die Südtiroler Apfelgemeinde Lana bietet von der Apfelblüte bis zum goldenen Herbst viele Möglichkeiten für „kernige Wandertouren“.

Das milde, trockene Klima machte die Südtiroler Bauern bereits im 13. Jahrhundert erfinderisch. Sie schlossen sich zusammen und legten mit einfachen technischen Mitteln sogenannte Waale an – kilometerlange Kanäle zur Bewässerung der Felder und Wiesen. Zum Kontrollieren und Reparieren wurde ein schmaler Steg entlang des Wasserlaufs angelegt, der sogenannte Waalweg. Heute sind daraus beliebte Wander- und Spazierwege im Mittelgebirge geworden, die sich in 400 bis 900 Meter Höhe sanft durch Weinberge, Apfelwiesen und Kastanienhaine ziehen. Von Lana aus erreichen Wanderer gleich zwei bekannte und in Meran und Umgebung beliebte Waalwege ganz einfach: den Brandis Waalweg und den Marlinger Waalweg. Die gesamte Meraner Waalrunde mit ihren elf Wegen über dem Meraner Becken ist 80 Kilometer lang. Unterwegs laden Waalerhütten und Waalerschellen, Schlösser, Kirchen und Naturdenkmäler zum Innehalten, Ausrasten und „Weitblicken“ ein.

 

Vigiljoch: Haus-, Aussichts- und Wanderberg von Lana
Das Vigiljoch ist der Haus- und Aussichtberg von Lana. Das bei Radfahrern, Wanderern und Familien beliebte, autofreie Naturparadies ist mit der Seilbahn in nur sieben Minuten erreichbar und bietet einen herrlichen Blick über das Etschtal hinweg zum Rosengarten in den Dolomiten. Gleich neben der Bergstation auf 1.486 Metern beginnen die Wanderwege durch die ausgedehnten Lärchenwälder: etwa zum Waldsee „Schwarze Lacke“ und weiter zum Vigiliuskirchlein (1.793 m), einem der höchstgelegenen Bergheiligtümer Tirols mit Fresken aus dem 14. Jahrhundert.

Eine andere Wanderroute hat das Bärenbad mit seinen heilenden Mineralwasserquellen zum Ziel, die Naturnser Alm und den Gipfel der Hochwart (2.608 m). Familien, Nordic-Walker und Mountainbiker schätzen auch die gemütlichen Einkehrmöglichkeiten. www.lana.info/vigiljoch

Wandercamps und Gipfeltouren mit Weitblick
Im Frühsommer ist Lana und Umgebung der ideale Ausgangspunkt für die perfekt organisierten und beliebten Wandercamps (18.04.–16.05.15) rund um das Ultental, den Vinschgau und das Etschtal. Sanfte Almwiesen, umrahmt von schroffen Bergen, die frische Luft und die Südtiroler Sonne sind die Zutaten für „kleine bis große“ Naturerlebnisse mit den erfahrenen Berg- und Wanderführern der Meraner Bergsteigerschule. Für Familien, Genusswanderer und echte „Wadenbeißer“ gibt es passende Touren. www.lana.info/wandercamp

Gipfelstürmer mit guter Kondition haben zum Sommerstart herrliche Touren in der Bergwelt rund um Lana und Umgebung in Aussicht. Wer sich den organisierten Gipfeltouren (13.–27.06.15) anschließt, „inhaliert“ gleich sechs der aussichtsreichsten Berggipfel: Gantkofel, Matatzspitze, Peilstein, Kleiner Ifinger, Große Laugenspitze und den Hohen Dieb. Für alle Anstrengungen entschädigen nach dem Aufstieg eine zünftige Bergjause und der Rundblick auf über 100 Dreitausender (Gehzeit 5 bis 6 Stunden). www.lana.info/gipfeltouren

Abenteuer in der Schlucht und Ruhe im Delta
Die Falschauer durchfließt das gesamte Ultental. Kurz bevor sie in die Etsch mündet, passiert sie am Fuß von Schloss Braunsberg die wildromantische Gaulschlucht. Die berauschend schöne Wasser- und Felsenkulisse zählt zu Lanas beliebten Spazierwegen. Inmitten der Gaulschlucht liegt die leicht zugängliche und malerische „Gaulwiese“. Von hier aus führt ein gesicherter Pfad über Hängebrücken, vorbei an einem tosenden Wasserfall, weiter hinein in die wild-romantische Enge oder hinauf zum Schloss Braunsberg. Die Deltamündung der Falschauer in die Etsch bildet ein 32 Hektar großes, unberührtes Biotop. In dem Rückzugsgebiet leben viele gefährdete Arten, darunter über 230 Vogelarten, Lurche und Amphibien, Nattern, Fische und Wasserinsekten aber auch zahlreiche seltene Pflanzen. www.lana.info/biotop

Auf Spuren von Urlärchen und alten Höfen im Ultental
Wegen seiner Ursprünglichkeit ein echter Geheimtipp ist das rund 40 Kilometer lange Ultental, das sich hinter der Gaulschlucht bis in den Nationalpark Stilfserjoch hinein erstreckt. Das 600 Kilometer lange Wegenetz hat für jede Schuhgröße das Passende zu bieten: von dichten Wald- und lichten Wasserwegen bis zu gemütlichen Höfewanderungen, von Routen auf weitläufige Almen bis zu hochalpinen Touren ist hier alles zu haben. Im Ultental gibt es noch viele alte Bergbauernhöfe in der typischen Blockbauweise aus Lärchenholz mit Schindeldächern.

Das harzreiche Holz ist gegen Wettereinflüsse äußerst resistent und prägt bis heute die traditionelle Ultner Hofarchitektur. Sehenswert sind die drei Urlärchen bei Sankt Gertraud: Die auf ein sagenhaftes Alter von 2.000 Jahren geschätzten Baumriesen auf 1.430 m Meereshöhe sind die ältesten Nadelbäume Europas. www.lana.info/wandergebiet-ultental

Himmlische Stiegen und blühende Gärten in Lana & Umgebung
Südtirol ist ein altes Kulturland, durch das einst die alte Römerstraße Via Claudia Augusta führte. Die Spuren des mittelalterlichen Christentums sind bis heute allgegenwärtig – einige „Stiegen zum Himmel“ auf der Alpinen Straße der Romanik gibt es auch in Lana.

Südtirol ist das Land der 800 Burgen, Schlösser und Ansitze. Allein in Lana und Umgebung lassen sich über 30 Klöster, Kirchen und Kapellen entdecken, darunter auch beeindruckende historische Zeugnisse der Früh- und Hochromanik. Ein „Hauptzeuge“ ist die frühromanische Dreiapsidenkirche St. Margarethen in Lana mit ihrem byzantinischen Freskenzyklus von 1215. Sie ist eine der 24 „Stiegen zum Himmel: das sind historische Bauten aus der Früh- und Hochromanik, die auf der Alpinen Straße der Romanik zwischen dem Schweizer Engadin, dem Südtiroler Vinschgau und dem Trentino zu entdecken sind. Zu den bedeutendsten Werken der Südtiroler Spätgotik zählt die Pfarrkirche von Niederlana mit dem berühmten Schnatterpeck-Altar.

Der prächtige, aus Kastanienholz geschnitzte und aufwändig vergoldete Flügelaltar ist mit 14 Metern Höhe und sieben Metern Breite wahrscheinlich der größte Flügelaltar im gesamten Alpenraum. Acht Jahre lang arbeiteten der schwäbische Bildhauer Hans Schnatterpeck und seine Gesellen an dem Werk. Bezahlt wurde der Altar von der damaligen Lananer Bevölkerung (ca. 800 Einwohner) mit 1.600 rheinischen Gulden. 1511 wurde der Altar in der Pfarrkirche von Niederlana aufgestellt und eingeweiht. Wer die Aura der vielen weiteren Kulturdenkmäler von Lana erfassen möchte, schlägt am besten eine der drei Kirchenwanderrouten in Lana, Völlan und am Vigiljoch ein.

Castel Lebenberg und die Gärten von Schloss Trauttmansdorff
Auf einem Moränenhügel über Tscherms thront Castel Lebenberg, eine vollständig erhaltene und bis heute bewohnte Burganlage aus dem 13. Jahrhundert. Besucher können vollständig eingerichtete Räumlichkeiten verschiedener Epochen bestaunen. Absolut sehenswert sind die dreigeschossige Kapelle aus dem 14. Jahrhundert, der französische Ziergarten, die verwinkelten Innenhöfe, der Rokoko-Spiegelsaal und der Waffensaal. Erst kürzlich wurden im Schloss wertvolle gotische Fresken entdeckt. „Beim Gehen viel sehen“ ist das Motto auf dem Skulpturenwanderweg in Lana, der sich über mehrere Kilometer vom Falschauer-Biotop über die Ländpromenade und den Brandis-Waalweg bis in die Gaulschlucht erstreckt. An besonderen Stellen, Kreuzungen und Weggabelungen des Skulpturenwanderweges sind Werke von Künstlern aus aller Welt aufgestellt, die laufend erweitert werden.

Das Zusammenspiel von Natur und Skulptur eröffnen auch die Gärten von Schloss Trauttmansdorff, rund acht Kilometer von Lana entfernt. Das einstige Winterdomizil der K.-u.-k.-Kaiserin Sisi umfasst 80 Gartenlandschaften mit Pflanzen aus aller Welt: von mexikanischen Kakteen über indische Lotusblüten bis hin zu französischem Lavendel, japanischem Auwald, Reisterrassen und Teeplantagen. Erst vor wenigen Jahren wurden die farbenprächtigen Gärten von Schloss Trauttmansdorff zur schönsten Gartenanlage Italiens gekürt.

Im Juli und August bilden sie eine malerische Kulisse für Veranstaltungen, beispielsweise für die lauen „Gartennächte“ im Rahmen des World-Music-Festivals. Im Schloss Trauttmansdorff befindet sich außerdem das Touriseum, das erste interaktive Museum im Alpenraum, das sich der Geschichte des Tourismus in Südtirol widmet. Herzstück des Museums ist ein Parcours aus 20 Räumen mit Video- und Soundinstallationen, Skulpturen und Ausstellungsobjekten, welche die 200-jährige Geschichte des Tourismus im wahrsten Sinne des Wortes erfassbar machen. www.lana.info/kultur

Info:
Tourismusverein Lana & Umgebung
I-39011 Lana, Andreas-Hofer-Straße 9/1
Tel.: +39/0473/561770
Fax: +39/0473/561979


Empfohlene Karten:
Kompass DVD Österreich, ISBN 978-3-85491-629-1
Kompass DVD Über die Alpen, ISBN 978-3-85026-430-3
(Die Karten lassen sich auch auf GPS-Geräte, iPhones und Android übertragen)
Hier können Sie die DVD kaufen.

Hier finden Sie …
Artikel über Reisen und was schön daran ist, Artikel über die Welt der Alpen, Artikel über Baden-Württemberg, Besprechungen von Reise- und Wanderliteratur, Artikel über Stuttgart, Artikel und vor allem schwarzweiß-Fotos von und über Stuttgart für Minimalisten unter den Freunden der Fotografie; außerdem wird auf den englischsprachigen Blog für Leben und Erleben in Stuttgart und der weiten Welt hingewiesen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen