Dienstag, 8. Juli 2014

St. Kanzian im Jauntal/Klopeiner See

St. Kanzian im Jauntal/Klopeiner See

Allgemeines & Geschichte 

Zu diesem Ort am Klopeiner See gehören 37 kleine Orte, die verstreut um diesen wärmsten Badesee Österreichs liegen. Der Turnersee, der fast ebenso warm wird, ist in bewaldete Höhen eingebettet. Der Turnersee hieß noch vor dem zweiten Weltkrieg nach seinem Besitzer Zablatnig-See und erhielt seinen jetzigen Namen erst nach dem Erwerb durch den Wolfsberger Turnverein. Heute ist die Gegend ein beliebtes Urlaubsgebiet für Badegäste, für Familien mit Kindern und für Leute, die es gern haben, wenn im Urlaub „etwas los“ ist; auch zum Wandern, Bergsteigen oder Rad fahren gibt es viele Möglichkeiten.

Wegen der klimatisch günstigen Lage war die Gegend bereits in prähistorischer Zeit besiedelt; so stieß man bei Ausgrabungen auf der 676 m hohen Gračarca auf 20 gestaffelte Siedlungsterrassen von der Hallstatt- bis zur Römerzeit. Auch bei der nahe gelegenen St. Georgs-Kirche auf dem Georgibergl fand man Wallanlagen aus vorgeschichtlichen Zeiten.

Sehenswürdigkeiten 

Die Pfarrkirche St. Kanzian wurde 1106 erstmals erwähnt und ist die Urpfarre des Jauntals, der heutige Bau wurde aber 1849–60 im Stil des Historismus auf dem alten Gebäude neu errichtet. Ältester Teil ist der aus der Romanik stammende Chorturm mit dem gotischen Chor. An der Westfassade befinden sich Rundfenster und ein Rundbogenportal. Alle 3 Schiffe sind kreuzgewölbt. Das Mittelschiff ist mit Wandmalereien geschmückt. Am linken Seitenaltar sieht man ein spätgotisches lebensgroßes Kruzifix (um 1510/20), im nördlichen Seitenschiff sehenswerte Glasmalereien (16. Jh.).

 Der benachbarte Pfarrhof besitzt die typisch biedermeierliche Form des Stöckls mit Walmdach.

In der Kirche St. Gregor steht ein prächtiger Flügelaltar mit einem Hochrelief von 1517 aus einer Villacher Werkstatt. Die Predella stammt von Urban Görtschacher.

Keltenmuseum Gračarca

St. Kanzian, Römerweg 11. Die Gračarca ist ein Mittelgebirgsstock am südöstlichen Ufer des Klopeiner Sees mit einem Dreiseenblick im Westen und dem Georgiberg im Osten. Hier werden Fundstücke aus keltischer Zeit gezeigt, die über die Besiedlung der Umgebung des Klopeiner Sees unterrichten. Das Museum befindet sich im Gästehaus Kärnten-Peteln in Unterburg; ab hier kann man auf einem Wanderweg das Ausgrabungsgelände besichtigen. Hier waren schon in der Bronzezeit vor 4000 Jahren Menschen ansässig und in der Hallstattzeit gab es ein kompliziertes Bewässerungssystem. Interessant ist das besterhaltenen Grab eines Karantanenführers am Südhang der Gračarca. Öffnungszeiten: Ende Mai bis Jun und Sep tgl. 15–18 Uhr, Jul bis Aug tgl. 9–12 und 13 bis 17 Uhr. Tel. 20 56.

Sternwarte

Ausflugsziele

Bäuerliche Architektur

In der Umgebung sind noch einige alte Paarhöfe zu sehen, wobei die früheren Gebäude meist einstockig waren. Es gibt aber auch fast herrschaftlich wirkende Gehöfte mit Walmdach und fast städtisch wirkenden Fassaden. Schöne Beispiele sind Grabelsdorf Nr. 7, Klopein, Hauptstr. Nr. 35, Laucheholz Nr. 2, Kleindorf Nr. 1, Saager Nr. 1, Srejach Nr. 6. Sehenswerte Ziegelgitterstadel sieht man bei Kleindorf Nr. 1 und St. Veit Nr. 3.

Religiöse Kleindenkmale

An der Straßengabelung westlich von Horzach steht ein Bildstock aus dem 17. oder 18. Jh. - In Peratschitzen steht eine kleine Kapelle von 1727. - Westlich von St. Kanzian in Richtung Seelach steht eine um 1900 erbaute Wegkapelle. - Bei Anwesen Weitendorf 14 steht ein Bildstock aus dem 18. Jh.

Klopein
Gem. St. Kanzian. Die Filialkirche St. Jakob aus dem 14. Jh. wurde 1454 erstmals erwähnt. Außen sieht man eine Christopherusmalerei aus der späten Gotik. Hochaltar, Kanzel und Seitenaltäre stammen aus der Mitte des 19. Jhs. Sie besitzt eine mit Schablonenmalerei verzierte Flachdeke. – Der Bildstock nördlich der Kirche wurde 1803 errichtet und 1848 erneuert.


Dieter Buck

Info:
Tourismusregion Klopeiner See - Südkärnten, Telefon 0043 (0) 4239 2222, www.klopeinersee.at, info@klopeinersee.at
Unterkunft:
Familienhotel Silvia, Familie Pukart, Westuferstr. 26, A 9122 St. Kanzian/Klopeiner See, www.hotel-silvia.at, office@silvia.co.at
Literatur:
Dieter Buck, Genusswandern in Kärnten. 50 einfache bis mittelschwere Touren. Styria regional. Wien, Graz, Klagenfurt. 2013
Hier können Sie das Buch kaufen: www.styriabooks.at

Empfohlene Karten:
Kompass 65 Klopeiner See Karawanken Ost, 1:50000
Kompass 065 Klopeiner See Bad Eisenkappel, 1:25000
Hier können Sie die Karten kaufen: www.kompass.at

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