Dienstag, 8. Juli 2014

Kärnten: Wanderung um das Sablatnigmoor und zur St. Danielskapelle

Vom Klopeiner See zum Sablatnigmoor
 


Urlaub im Südkärnten bedeutet zwar für viele Badeurlaub an einem der vielen Seen, beispielsweise an einem der wärmsten, dem Klopeiner See. Unternimmt man aber in der interessanten Umgebung nichts weiter, wäre das jammerschade.





Für Naturfreunde ist das Naturschutzgebiet Sablatnigmoor ein interessantes Ziel. Wir haben es uns auch vorgenommen. Vom Hotel Silvia am Klopeiner See aus ist man in wenigen Minuten zum Parkplatz Sablatnigmoor bei der Jausenstation Kordesch gefahren.



Dort nimmt man das Sträßchen, das einen durch die Ansiedlung in Richtung Karawanken abwärts führt. Nach den Häusern an der Linkskurve findet man bereits eine erste Informationstafel zum Sablatnigmoor; ihr folgen noch unzählige andere.


Das Sablatnig Moor ist eines der südlichsten in Europa, der Teich war einst mit dem Turnersee verbunden. Vor 200 Jahren wurden vom Besitzer des Schlosses Sommeregg ein Damm und ein Karpfenteich angelegt. Seit 1979 steht es unter Naturschutz und ist eines der 12 Ramsar-Gebiete in Österreich. Es ist eines der bedeutendsten Vogelschutzgebiete Kärntens. Hier hat man schon 165 Vogelarten gezählt, darunter zur Hälfte Zugvögel. Seltene Arten sind z. B. Eisvogel, Wiedehopf, Silberreiher, Wasserralle oder die Mönchsgrasmücke, auch die Krickente und der Baumfalke brüten hier. Die Amphibienfauna ist ebenfalls sehr zahlreich und die sehr seltene Zwergspitzmaus wurde hier zum ersten Mal für Kärnten nachgewiesen. 97 ha sind geschützt. Hier gibt es ökologische und ornithologische Führungen. 




Durch eine Wiesenlandschaft mit prächtigem Blick zum Tomarteich, dem Moor und den dahinter liegenden Bergriesen der Karawanken geht es hinab zur Tomarkeusche der Naturfreunde. Hier hat man an einigen Stellen einen schönen Blick hinaus auf den Tomarteich.




Wir folgen immer dem Zeichen des Moorrundwegs und kommen bald in den Wald. Vorbei an weiteren Informationstafeln, danach einem Abzweig zu einem Vogelbeobachtungsturm wandern wir zur Straße. Nach rechts bringt sie uns zum Gasthof Sablatnighof. Etwas später kommt man am Gasthof Pirouc vorbei. 





An der folgenden Verzweigung hält man sich rechts und erreicht nach etwas Anstieg wieder den Ausgangspunkt.





Für diese Tour sollte man etwa 2 Stunden auf gut zu gehenden Wegen und Pfaden rechnen. Die Anstiege summieren sich auf etwa 100 Höhenmeter.



Über dem Klopeiner See: zur St. Danielskapelle



Der Tag war mit einem Besuch des Sablatnigmoors jedoch noch nicht ausgefüllt. Auf der Wanderkarte lockte der Höhenzug der Gracarca auf der Südseite des Klopeiner Sees. Der nächste Weg führte nach Grabelsdorf, was villeicht ein Fehler war - ein Besuch des Georgibergkirchleins wäre vielleicht zielführender gewesen. Jedenfalls parkten wir etwas unterhalb des Grabelsdorfer Kreuzes, zum Glück im schattigen Wald - es war ja wieder einer dieser wunderbar warmen Kärntner Tage. Vom Grabelsdorfer Kreuzes orientierten wir uns an der Beschilderung zur St. Danielskapelle und Gracarca. Nach kurzem Anstieg geht es rechts parallel zu dem Zufahrtssträßchen zu den Häusern auf einem Schotterweg weiter bergauf. Nach einem steilen Anstieg nach dem Wasserbehälter mit der Antenne direkt in der Falllinie trifft man wieder auf den breiten Schotterweg. Nach links kommt man zur St. Danielskapelle. Sie ist zwar verschlossen, ist aber trotzdem ein nettes Ausflugsziel, zumal man im Vorraum ein paar alte Bilder sieht und nach Osten einen Ausblick hat. Vor ihr steht auch eine mächtige Linde. Damit sollte man es auch bewenden lassen.



Uns lockte jedoch leider noch der Aussichtspunkt, der auf den Karten in der Nähe des Gipfels der Gracarca eingezeichnet war und der einen Blick auf die Seen versprach. Also weiter hinauf. Zeichen und Markierungen dorthin gab es keine und so orientierten wir uns an den Karten. Vergeblich. Außer einigen Durchblicken durch den dichten Wald auf den wunderbar türkisblauen Klopeiner See, der uns verdeutlichte, was wir vermutlich versäumten, war nichts zu entdecken, was in irgend einer Weise an einen Aussichtspunkt erinnert. Am Sattel fanden wir ein Schild, das auf einen „3-Seen-Blick“ und eine eventuelle vorzeitliche Befestigung hinwies. Aber ansonsten: Pech gehabt, man soll halt nicht immer den Karten glauben. Also zurück, dieses Mal ab der Kapelle auf dem mäßig ansteigenden Zufahrtsweg.



Fazit: Wer zur St. Danielskapelle möchte schafft dies hinauf in rund einer Viertelstunde, an Höhenmetern sind hierbei ab dem Grabelsdorfer Kreuz etwa 60 Meter zu bewältigen. Damit sollte man es auch gut sein lassen und den Rest des Tages am Badestrand des Klopeiner Sees verbringen, beispielsweise an unserem wunderbaren Hotel Silvia.



Dieter Buck

Weitere Impressionen und Schautafeln vom Sablatnigmoor:







































Info:
Tourismusregion Klopeiner See - Südkärnten, Telefon 0043 (0) 4239 2222, www.klopeinersee.at, info@klopeinersee.at
Naturkundliche Führungen werden von den Naturfreunden durchgeführt. Auskunft: sablatnigmoor@ktn.gde.at, eberndorf@eberndorf-info.at
Unterkunft:
Familienhotel Silvia, Familie Pukart, Westuferstr. 26, A 9122 St. Kanzian/Klopeiner See, www.hotel-silvia.at, office@silvia.co.at
Literatur:
Dieter Buck, Genusswandern in Kärnten. 50 einfache bis mittelschwere Touren. Styria regional. Wien, Graz, Klagenfurt. 2013


Hier können Sie das Buch kaufen: www.styriabooks.at
Empfohlene Karten:
Kompass 65 Klopeiner See Karawanken Ost, 1:50000
Kompass 065 Klopeiner See Bad Eisenkappel, 1:25000
Hier können Sie die Karten kaufen: www.kompass.at

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